Zuschüsse vom Pedelec bis zur energieeffizienten Waschmaschine

Rund 92 Prozent der nordrhein-westfälischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) unterstützen die Nutzung regenerativer Energien oder die Steigerung der Energieeffizienz durch Förderprogramme. Damit steigt die Zahl der EVU, die Förderprogramme anbieten, im zweiten Jahr hintereinander. Das ergab die jährliche Umfrage der EnergieAgentur.NRW unter den 154 EVU des Landes. Im Vorjahr waren es noch 89 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen, die Sonne, Biogas und Co. mit einem eigenen Programm förderten.

Screenshot: DeinEnergieportal

Fast 89 Prozent der befragten Unternehmen gaben dieses Jahr an, besondere Stromtarife für Wärmepumpen anzubieten (2019: 81 Prozent). Erstmals seit fünf Jahren steigt das Angebot im Bereich der Solarthermie. Rund ein Viertel aller EVU bieten in diesem Jahr bei dieser Form der Sonnenenergienutzung eine Förderung an, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Ebenfalls positiv entwickelt hat sich die Förderkulisse bei der Umstellung der Heizung auf eine Wärmepumpe (18 Prozent), Umstellung auf Erdgas (39 Prozent), Installation einer Ladestation für E-Fahrzeuge (27 Prozent) sowie die Anschaffung von E-Fahrrädern oder E-Pedelecs (je 26 Prozent). Zudem ist die Förderung von E-Fahrzeugen weiterhin hoch.

„Es gibt immer wieder Energieversorger, die sich mit einer besonders breiten Förderkulisse für Effizienztechnologie oder erneuerbare Energien auszeichnen. Ein Blick auf die Angebote des eigenen Versorgers kann sich da schon lohnen. Mehr als üblich sind zum Beispiel die Stadtwerke Wuppertal in diesem Bereich aktiv“, erklärt Dipl.-Ing. Günter Neunert von der EnergieAgentur.NRW. In Wuppertal werden insgesamt 24 verschiedene Einzelmaßnahmen gefördert, unter anderem Erdgas-Fahrzeuge mit Tankgutscheinen, Holzzentralheizungen mit Warmwasserbereitung oder ein Brennstoffzellen-BHKW. „Es gibt aber auch Zuschüsse beim Kauf energiesparender Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen mit Wärmepumpenanschluss oder der Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich“, so Neunert.

Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw/foerderung/evu