Im Test: Lifx Mini und Lifx Mini White – Licht für das Smarthome

Alexa-Integration

Sobald die Lampe bei Lifx angemeldet wurde, konnte es im Test daran gehen, sie auch in der Alexa App zu verknüpfen und anschließend über diverse Echo-Lautsprecher fernzusteuern. Dazu müssen die Anwender die Alexa App öffnen und auf „Smart Home/Gerät hinzufügen“ gehen. Nach etwa einer Minute fand Alexa bei uns die neu konfigurierte Lampe und zeigte sie an. Daraufhin konnten wir ihr einen Namen für die Sprachsteuerung geben, im Test verwendeten wir an dieser Stelle den Namen „Licht“. Im Betrieb gab es anschließend kleine Probleme und das Beleuchtungssystem ließ sich über Befehle wie „Alexa, Licht an“, „Alexa Licht aus“, „Alexa, setze Licht auf grün“ oder auch „Alexa, setze die Helligkeit von Licht auf 50 Prozent“ steuern. Im Test richteten wir unsere beiden LEDs auf die eben beschriebene Weise ein (für die zweite verwendeten wir den Namen „Lampe“). Anschließend kam es weder bei der Steuerung über die App noch bei der Steuerung über Alexa zu irgendwelchen Problemen.

Die Farbsteuerung in der Lifx-App

Es ist allerdings so, dass die Lifx-Geräte bei der Sprachsteuerung mit einer kurzen, aber durchaus spürbaren Verzögerung reagieren. In der Praxis führte das bei uns dazu, dass wir – gerade, wenn es nur darum ging, den Raum kurz zu betreten, etwas zu holen und wieder hinauszugehen, dazu übergingen, die Lampe doch wieder über den normalen Lichtschalter ein- und auszuschalten. Die Sprachsteuerung war in diesem Szenario einfach zu langsam und wir mussten immer unnötig auf das Licht warten. Bei der Arbeit mit der App tritt dieses Problem nicht auf, aber wer greift schon zum Handy, wenn er nur mal kurz das Licht anmachen will.

Aufgrund dieser praktischen Erfahrung nutzten wir die eine Lampe, die als Zimmerbeleuchtung zum Einsatz kam, eigentlich nur noch wie eine normale Glühbirne und schalteten sie mit dem Lichtschalter aus und ein. Ist das Licht aus, so können weder die App noch Alexa darauf zugreifen, da eine ausgeschaltete Lifx-LED keine Verbindung zum WLAN aufrechterhalten kann. Wir verwendeten die smarten Funktionen dann nur noch, um die Lampe während unserer Abwesenheit zum Diebstahlschutz automatisch ein- und auszuschalten, eine Funktion, die sich auch einfacher und preisgünstiger realisieren lässt.

Die tageszeitabhängige Konfiguration „Tag und Dämmerung“

In diesem Zusammenhang fiel uns zudem auf, dass die Lampe es offensichtlich nicht mag, immer wieder über den Schalter ausgeschaltet zu werden. Sie vergaß dann immer wieder mal ihre Konfiguration und wir mussten sie komplett neu ins WLAN und in Alexa einbinden. Das ist ärgerlich, vor allem, wenn man einfach nur schnell mal einen Timer aktivieren will, bevor man das Haus verlässt.

Die zweite Lampe setzten wir als Tischbeleuchtung ein. In diesem Fall stellte die Verzögerung bei der Sprachsteuerung kein Problem dar, da das Licht immer über einen längeren Zeitraum an blieb. Hier kamen wir auch in den Genuss aller smarten Funktionen. Man muss sich also vor der Anschaffung der Lifx-Leuchtkörper genau überlegen, für welche Einsatzbereiche sie gedacht sind und nur dort solche LEDs einsetzen, in denen entweder keine Sprachsteuerung erforderlich ist oder in denen die Verzögerung nicht stört.

Die unterschiedlichen Themen

Die App

Gehen wir zum Schluss noch kurz auf den Funktionsumfang der App ein. Über diese lassen sich die Lampen nicht nur einzeln steuern, sondern es besteht auch die Option, mehrere Lampen zu Räumen zusammenzufassen und gemeinsam zu verwalten oder auch alle Lichter im ganzen Haus auf einmal zu administrieren. Außerdem gibt es die bereits erwähnte Möglichkeit, Zeitpläne festzulegen, um die Lampen automatisch ein- und auszuschalten, beziehungsweise ihre Helligkeit und Farbe zu ändern. Das funktioniert übrigens nur, wenn das Smartphone mit der App auch mit den Lampen kommunizieren kann, da die App dabei die Steuerung übernimmt. Ist das Smartphone offline, passiert auch mit den Lampen nichts.

Interessant ist die tageszeitabhängige Konfiguration namens „Tag und Dämmerung“. Damit lässt sich die Lampe zu verschiedenen Tageszeiten automatisch mit unterschiedlicher Helligkeit und Farbtemperatur betreiben. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, morgens ein bestimmtes Licht zum Aufwachen zu verwenden, das dann tagsüber heller wird und am Abend besonders hell leuchtet um schließlich in der Nacht zu einem Nachtlicht zu werden.

Wechseln die Anwender auf den Eintrag für ihr Haus beziehungsweise auf einen Eintrag für einen Raum oder eine Lampe, so haben sie wie gesagt die Möglichkeit, die Beleuchtung ein- und auszuschalten. Außerdem gibt es die Option, die Farbe zu wechseln, die Farbtemperatur zu ändern und die Helligkeit zu modifizieren.

Eine Übersicht über die Effekte

Abgesehen davon existieren auch Themen und Effekte. Die Themen sollen dazu dienen, bestimmte Stimmungen zu verbreiten, wie „Relaxing“ oder auch „Peaceful“. Die Effekte lassen sich im Gegensatz dazu nutzen, um Kaminfeuer nachzubilden, einen Farbkreislauf zu aktivieren, in dem das Licht alle Farben periodisch durchläuft oder auch um mit den Lampen Musik zu visualisieren. Dabei verwendet Lifx das Smartphone-Mikrofon als Eingabemedium, das funktioniert also am besten, wenn das Telefon direkt vor der Box liegt. Bei den Effekten muss man allerdings eines beachten: Anders als die Zeitpläne, bei denen es darum geht, immer nur einen Befahl an die betroffene Lampe zu senden (ein, aus und so weiter), ändern sie das Leuchtverhalten der Lampen ständig. Deswegen müssen die Smartphones auch dauernd Befehle an die Leuchtmittel senden, was den Akkus stark belastet. Sollen die Effekte über einen längeren Zeitraum zum Einsatz kommen, so ergibt es Sinn, das Smartphone mit der Lifx-App an ein Ladegerät zu hängen.

Über die Zeitpläne schaltet die App die Leuchtkörper zu bestimmten Zeiten an und uns. Sie kann über die gleiche Funktion darüber hinaus auch die Helligkeit ändern und ähnliches.

Fazit

Die Lifx-Lampen überzeugen durch einen großen Leistungsumfang und vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Möchte jemand die Beleuchtung seines Hauses auf Lifx umstellen, so muss er aber bedenken, dass die Sprachsteuerung in manchen Umgebungen zu langsam ist. Die Verwendung von Beleuchtungseffekten über längere Zeiträume können wir nur dann empfehlen, wenn ein Smartphone oder Tablet zur Verfügung steht, dass ständig geladen wird. Außerdem hoffen wir, dass der Hersteller bald ein Firmware-Update auf den Markt bringt, dass dafür sorgt, dass die LEDs ihre Konfiguration nicht mehr vergessen – auch dann nicht, wenn sie immer wieder mal physikalisch ausgeschaltet werden.