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Batteriespeicher in Deutschland: Rasantes Wachstum und wichtige Rolle für die Energiewende

Die Kapazität stationärer Stromspeicher in Deutschland hat sich innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als verfünffacht. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) sind derzeit rund 2,4 Millionen Batteriespeicher im Einsatz, meist in Kombination mit Photovoltaikanlagen, um selbst erzeugten Solarstrom optimal zu nutzen. Insgesamt summiert sich die Speicherkapazität auf über 25 Gigawattstunden (GWh) – genug, um den durchschnittlichen Tagesstromverbrauch von mehr als drei Millionen modernen 2-Personen-Haushalten zu decken. Dennoch sehen Experten weiteren Handlungsbedarf: Um die Stromversorgung zunehmend auf Erneuerbare Energien umzustellen, müsste der jährliche Ausbau von Batteriespeichern deutlich beschleunigt werden. Dafür seien verbesserte regulatorische Rahmenbedingungen notwendig, um Investitionen zu erleichtern.

Batteriespeicher als Schlüsseltechnologie der Energiewende

Batteriespeicher tragen entscheidend dazu bei, Stromerzeugung und Verbrauch in Einklang zu bringen, Stromspitzen zu glätten, den Netzausbau zu reduzieren und im Notfall als Notstromversorgung zu dienen. Trotz der erfreulichen Zuwächse gilt der Speicherausbau nach Einschätzung von Energieexperten noch nicht als ausreichend. Laut BSW-Solar müsste die installierte Kapazität bis 2030 auf rund 100 GWh vervierfacht werden, um die Energiewende effizient zu unterstützen.

Zuwächse 2025: Heimspeicher stagnieren, Großspeicher boomen

Im Jahr 2025 wurden rund 600.000 neue stationäre Batteriespeicher mit insgesamt etwa 6,5 GWh Kapazität installiert – ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2024. Während die Nachfrage nach Heimspeichern leicht zurückging, verdoppelte sich der Markt für Großspeicher der Megawattklasse. Gewerbliche Batteriespeicher verzeichneten ein Kapazitätswachstum von rund 30 Prozent. Auch für 2026 prognostiziert der BSW-Solar weiteres Wachstum, vor allem im Segment der Großspeicher.

Verknüpfung von Photovoltaik, Wärmepumpen und Speicher

Für private Nutzer ist besonders die Kombination von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Speichern vorteilhaft. Sie optimiert den Eigenverbrauch, reduziert die Abhängigkeit vom Netz und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die weitere Investitionsbereitschaft hängt jedoch stark von der Weiterentwicklung regulatorischer Rahmenbedingungen ab.

Herausforderungen für den regulatorischen Rahmen

„Damit Speicher ihr volles Potenzial entfalten können, sollten Netzanschlussverfahren beschleunigt werden und Netzentgeltregeln künftig Anreize zur Systemdienlichkeit bieten“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Außerdem müssten standardisierte, massengeschäftstaugliche Prozesse geschaffen werden, unter anderem durch Digitalisierung bei den Netzbetreibern. Eine lösungsorientierte Integration von Speichern in den Redispatch sei ebenfalls erforderlich, um die Flexibilität und Stabilität des Stromnetzes zu erhöhen.

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