Kalte Winter und steigende CO₂-Abgaben: Elektrisches Heizen als Alternative
Der diesjährige kalte Winter hat gezeigt, dass Heizkosten ein wesentlicher Posten im Haushaltsbudget sind. Gleichzeitig sorgen gestiegene CO₂-Abgaben dafür, dass Öl- und Gasheizungen deutlich teurer werden. Laut Verbraucherzentrale NRW können Ölheizungen im Jahr 2026 bis zu 410 Euro Mehrkosten verursachen, Gasheizungen zwischen 260 und 310 Euro. Immer mehr Hausbesitzerinnen und -besitzer suchen daher nach effizienteren Alternativen. Elektrische Heizsysteme bieten eine klimafreundliche und flexible Lösung, besonders in Kombination mit Ökostrom oder Photovoltaik.

Die gestiegenen Kosten für Öl und Gas machen elektrische Heizsysteme zunehmend attraktiv. „Elektrisches Heizen funktioniert heute gut und ist besonders nachhaltig, wenn Ökostrom oder eine eigene Photovoltaikanlage genutzt wird“, erklärt Markus Schuster von der Initiative Wärme+. Die Systeme sind flexibel, einfach einzubauen und sowohl für Neubauten als auch Modernisierungen geeignet. Im Vergleich zu klassischen Heizungen mit Kessel, Rohrleitungen und Heizkörpern benötigen Stromdirektheizungen lediglich einen Stromanschluss. Das reduziert Platzbedarf, Investitions- und Wartungskosten deutlich.
Die Initiative Wärme+ empfiehlt drei zukunftssichere elektrische Heizsysteme:
- Infrarotheizung: Erwärmt direkt Personen und Oberflächen, nahezu 100 % der Energie werden in Wärme umgewandelt. Besonders geeignet für Wohnräume, Bäder oder Ferienhäuser.
- Elektrische Fußbodentemperierung: Dünne Heizmatten unter Fliesen, Parkett oder Laminat sorgen schnell für warme Füße. Ideal für Bäder, nachrüstbar und per App steuerbar.
- Elektrische Vollraumheizung: Effizient für gut gedämmte Neubauten (KfW-55 oder KfW-40+ Standard). Investitionskosten für ein Einfamilienhaus: 8.000–10.000 Euro, geringe laufende Kosten, besonders wirtschaftlich in Kombination mit Photovoltaik.
Ob Neubau, Modernisierung oder einzelne Räume – elektrische Heizsysteme bieten heute für jede Wohnsituation passende Lösungen. Fachbetriebe, Energieberater oder Sanitär- und Elektrofachleute können individuell beraten und auf Fördermöglichkeiten hinweisen. „Mit Ökostrom oder eigener Photovoltaik heizen Hausbesitzer nicht nur klimaneutral, sondern machen sich auch unabhängiger von Preissteigerungen bei Gas und Öl“, so Markus Schuster.
Weitere Informationen und die kostenlose Broschüre „Infrarotheizung – Wärmen wie mit Sonnenstrahlen“ gibt es unter www.waerme-plus.de.
