Bau/SanierungLüftung

Interview mit Blauberg: Flexible Lüftungskonzepte für Sanierung und Neubau – Praxisanforderungen im Fokus

DeinEnergieportal führte folgendes Interview im Vorfeld der Messen SHK in Essen im März sowie der IFH/Intherm in Nürnberg im April. Im Fokus stehen praxisnahe Anforderungen an Lüftungssysteme für Sanierung und Neubau. Manuel Wacker erläutert, wie die Reneo-Serie gezielt für einfache Planung, montagefreundliche Installation und begrenzte Einbausituationen entwickelt wurde. Zudem erklärt er die zentralen Entscheidungskriterien zwischen zentralen und dezentralen Lüftungslösungen. Technische Machbarkeit, Komfortanforderungen und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus bilden dabei die Grundlage für eine fundierte Systemwahl.

Manuel Wacker, Leitung Produktmanagement, Blauberg Ventilatoren GmbH – Quelle: Blauberg Ventilatoren GmbH

DeinEnergieportal:
Die Reneo-Serie wurde gezielt auf einfache Planung und montagefreundliche Installation ausgelegt. Welche konkreten Rückmeldungen aus dem Fachhandwerk sind in die Entwicklung eingeflossen, und wie profitieren insbesondere Sanierungsprojekte von der kompakten Bauweise und den flexiblen Montagemöglichkeiten?

Manuel Wacker:
Wir werden oft mit Spezialanforderungen aus der Praxis konfrontiert, auf die es gilt zu reagieren. Kunden wollen Lösungen von uns, daher lag es nahe, eine Lüftungsserie zu entwickeln, die konsequent auf die Bedürfnisse derjenigen ausgerichtet ist, die Lüftungsanlagen planen und verbauen. So ist eine maximal flexible zentrale Lüftungsserie entstanden, denn gerade in der Sanierung sind verfügbarer Raum und Montagesituation häufig limitierende Faktoren. Hier spielt die Reneo-Serie ihre Stärken aus, da die Geräte je nach Ausführung für Wand-, Decken-, Stand- und Bodenmontage mit unterschiedlichen Luftmengen konzipiert sind und sich damit auch anspruchsvolle Grundrisse realisieren lassen.

Zusätzlich reduziert das kompakte EPP-Gehäuse den Transport- und Montageaufwand deutlich. Der Werkstoff besteht zu großen Teilen aus Luft und bietet zugleich gute Schall- und Wärmedämmeigenschaften, was im Bestand insbesondere für Geräuschkomfort und Energieeffizienz relevant ist. Für beengte Einbausituationen wie abgehängte Decken ist die Reneo-Fit D 150/200 Serie als besonders flache Variante interessant: Mit nur 242 mm Bauhöhe kann sie dort eingesetzt werden, wo klassische zentrale Geräte häufig an der Bauhöhe scheitern. Drehbare Anschlussstutzen ermöglichen eine flexible Ausrichtung der Zu- und Abluftanschlüsse und reduzieren den Installationsaufwand zusätzlich. So lassen sich zentrale Lüftungslösungen auch in Sanierungsobjekten realisieren, ohne umfangreiche bauliche Anpassungen vornehmen zu müssen.

DeinEnergieportal:
Mit Lösungen wie Reneo und dem dezentralen Freshpoint deckt Blauberg sowohl zentrale als auch dezentrale Lüftungskonzepte ab. Nach welchen Kriterien sollten Planer und Handwerksbetriebe entscheiden, welches System im jeweiligen Wohn- oder Gewerbeobjekt die technisch und wirtschaftlich sinnvollere Lösung ist?

Manuel Wacker:
Die Entscheidung zwischen zentraler und dezentraler Lüftung sollte stets objektbezogen erfolgen. Maßgeblich sind die baulichen Möglichkeiten, die Betriebs- und Komfortanforderungen sowie der wirtschaftliche Aufwand. In vielen Wohnsanierungen stellen Schächte, Leitungsführungen und Deckenaufbauten die größten Einschränkungen dar. Eine zentrale Lösung ist umso attraktiver, je besser sie sich in geringe Einbauhöhen integrieren lässt, wie etwa mit der Reneo-Fit D 150, die bei 242 mm Bauhöhe Luftleistungen bis 229 m³/h erreicht. Wo hingegen keine sinnvollen Leitungsführungen realisierbar sind, bietet ein dezentrales Gerät häufig Vorteile durch den geringeren Installationsaufwand.

Zentrale und dezentrale Systeme lassen sich gleichermaßen energieeffizient auslegen. Entscheidend ist die richtige Dimensionierung und Auslegung. Für die Auswahl spielen Komfortkriterien wie Wärmerückgewinnung, Akustik, Zugluftfreiheit sowie das gewünschte Regelungskonzept eine zentrale Rolle. Wer eine homogene Komfortlösung für die gesamte Wohneinheit anstrebt, plant häufig zentral. Werden einzelne Räume gezielt nachgerüstet oder sind Eingriffe in die Bausubstanz stark zu begrenzen, kann ein dezentrales Konzept die sinnvollere Lösung sein.

Wirtschaftlich ist vor allem der Installationsaufwand ausschlaggebend. Zentrale Systeme erfordern in der Regel eine Luftverteilung mit höherem Planungs- und Montageaufwand, bündeln Wartung und Service jedoch an einem zentralen Punkt. Dezentrale Konzepte lassen sich schneller und mit weniger baulichem Eingriff umsetzen, erhöhen jedoch die Anzahl der zu wartenden Geräte und Filterstellen. Deshalb sollte immer eine Lebenszyklusbetrachtung erfolgen, die Investitionskosten, Montage, Bauzeit, Servicezugänglichkeit sowie laufende Wartung berücksichtigt.

Direkter Link: www.blaubergventilatoren.de

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