EnergieAgentur.NRW informiert über innovative Heizmethode

Holzpelletheizungen in NRW (Stand 2016) (Quelle BAFA; Darstellung EnergieAgentur.NRW)

Unter dem Motto „Jetzt auf Sieger setzen“ startet die „Aktion Holzpellets“, eine Marktinitiative der EnergieAgentur.NRW, eine Aktionswoche rund um die moderne Heiztechnologie. In Kooperation mit den Partnerunternehmen der Marktinitiative können sich Interessenten vom 2. bis 15. Oktober unter anderem über die Internetseite der Marktinitiative, dem kostenlosen Download und Versand eines Infopakets sowie bei zahlreichen Veranstaltungen vor Ort über das Heizen mit Holz informieren. Die wichtigsten Fragen rund um die alternative Heizmethode hat die EnergieAgentur.NRW bereits im Vorfeld zusammengefasst und beantwortet.

Lässt sich eine Holzpelletheizung überall einbauen?

Der Brennstoff eignet sich für nahezu jeden Gebäudetyp: Einfamilienhäuser, Wohnkomplexe, Bürogebäude, etc. In Form von ferngesteuerten Einzelraumöfen ist das Heizen mit Holz sogar ein echter Trendsetter. Wichtig ist vorab vor Ort zu prüfen, ob ein Einbau sinnvoll ist.

Braucht man für eine Holzpelletheizung und insbesondere das Pelletlager besonders viel Platz im Keller?

Als Faustformel gilt: Wer bisher mit Öl geheizt hat, hat auch genügend Platz für ein Pelletlager. In vielen Fällen schaffen Pelletheizungen sogar mehr Platz. Etwa drei bis fünf Tonnen reichen aus, um ein durchschnittliches Einfamilienhaus ein Jahr lang beheizen zu können, das sind etwa neun bis zwölf Kubikmeter. Wer in seinem Keller den Platz für ein Pelletlager nicht entbehren kann, kann zum Beispiel auch einen unterirdischen Lagertank im Garten einbauen lassen.

Rechnet sich die Investition in eine Holzpelletheizung?

Die Anschaffungskosten für eine Pelletheizung fallen höher aus als bei konventionellen Heizungssystemen. Aufgrund der auf Dauer günstigen Brennstoffpreise amortisiert sich die Investition nach einigen Jahren. Der genaue Amortisationspunkt hängt von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel dem Heizverhalten und der zu beheizenden Fläche ab. Dank großzügiger staatlicher Förderung reduzieren sich in den meisten Fällen die Anschaffungskosten. So können beispielsweise bei einem Einfamilienhaus (Bestandsgebäude) mit fünf bis 15-kW-Pelletkessel, Pufferspeicher und Solarthermie-Anlage (zehn Quadratmeter) bis zu 9.400 Euro Förderung abgegriffen werden.

Reichen die Waldvorräte hierzulande überhaupt aus, um immer mehr Haushalte mit Holzpellets zu versorgen?

277 Millionen Kubikmeter Holz stehen allein in den Wäldern Nordrhein-Westfalens. Die nachhaltige Bewirtschaftung der einheimischen Wälder garantiert, dass Holz als Energieträger für eine große Zahl von Haushalten zur Verfügung steht und auch zukünftig stehen wird. Im Übrigen handelt es sich bei Holzpellets um Reste aus naturbelassenem Holz der holzverarbeitenden Industrie. Es wird daher zum Großteil in Deutschland zur Pelletherstellung selbst kein Holz geschlagen.

Wie sieht es mit den Emissionen von Holzpellets aus?

Bei Pelletheizungen werden Brennstoffmenge und Verbrennungsvorgang computergesteuert exakt aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Der Brennraum bleibt dabei geschlossen. Die Emissionen sind sehr niedrig, der Wirkungsgrad dagegen sehr hoch. Filtertechniken garantieren, dass auch alte Feuerungsanlagen emissionsarm verbrennen. Zudem sind die kleinen Presslinge ökologisch: Denn der Energieaufwand für die Herstellung von Holzpellets ist sehr gering und das Klima wird durch die kohlendioxidneutrale Verbrennung geschont.

Weitere Informationen: www.aktion-holzpellets.de

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