Gute Luft in den eigenen vier Wänden: die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. über schadstoffarmes Wohnen

Kaltes Winterwetter lädt zum Einkuscheln zu Hause ein. Noch gemütlicher wird es mit unbelasteter Luft und einem angenehmen Raumklima. Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. gibt Tipps, wie sich unangenehme Gerüche und Schadstoffe fernhalten lassen.

„Um sich in ihrer Wohnung wohl zu fühlen und befreit aufzuatmen, können alle selbst eine Menge tun. Dazu sollten sie trotz niedriger Außentemperaturen mindestens drei Mal täglich kurz lüften, ausreichend heizen und die Räume rauchfrei halten“, empfiehlt Alexandra Borchard-Becker von der VERBRAUCHER INITIATIVE. So lassen sich erhöhte Feuchtigkeitsgehalte, Schadstoffkonzentrationen und die Zahl von Allergenen wie Schimmelpilzen oder Hausstaubmilben reduzieren. In den Wintermonaten reicht es aus, die Fenster jeweils für etwa vier bis sechs Minuten bei abgestellter Heizung weit zu öffnen. Effektiver ist das Lüften mit Durchzug, wobei zwei bis fünf Minuten genügen. „Es hat keinen Sinn die Wohnung zu überheizen, zu starkes Auskühlen sollte aber auch vermieden werden. Bei wenig genutzten Zimmern ergibt es Sinn, diese leicht zu heizen, sodass es dort dauerhaft nicht kühler als 16 Grad Celsius ist. Die Türen zu diesen Räumen sollten geschlossen bleiben“, so Borchard-Becker.

Tabakrauch ist eine der bedeutendsten Quellen für Schadstoffe in der Innenraumluft. Sie sind leicht vermeidbar, wenn nur noch auf dem Balkon oder der Terrasse geraucht wird. Weitere Quellen für gesundheitsbelastende Substanzen können Einrichtungsgegenstände, Bauprodukte oder Reinigungsmittel sein. Die Fachreferentin rät: „Umwelt- und gesundheitsverträgliche Möbel, Bodenbeläge, Farben, Werkstoffe, Kleber oder Putzmittel sind zu bevorzugen. Bei der Auswahl kann man sich an glaubwürdigen Labels orientieren, zum Beispiel dem Blauen Engel, dem europäischen Umweltzeichen, dem eco-Institut-Label, dem natureplus-Zeichen oder dem EMICODE.“

Welche Schadstoffe häufig in Innenräumen vorkommen und welche Beschwerden sie auslösen können, beschreibt die neue Broschüre „Schadstoffarm wohnen“ der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. Sie informiert über Vorgehen und Anlaufstellen, wenn nach dem Renovieren oder dem Kauf von Einrichtungsgegenständen Krankheitssymptome auftreten, und gibt Tipps für die Auswahl schadstoffarmer Produkte. Das 16-seitige Heft kann für zwei Euro (zuzüglich Versandkosten) unter www.verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen werden.

Weitere Informationen: www.verbraucher.com

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