Energiekosten sparen im Smart Home: Kleine Anwendungen – große Wirkung

Autorin/Redakteur: Anja Röpenack/gg

Steigende Preise für Strom und Heizung sowie überflüssiger Energieverbrauch sind in dieser Heizsaison ein besonders drängendes Thema. Der Schritt in das „smarte“ Zuhause kann Energie und bares Geld sparen.

Bild: Eberle

“Brace yourself – Winter is coming!” und damit auch steigende Energiekosten. Pünktlich zur Heizsaison gehen Experten von einem Anstieg der Heizkosten um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus, bei Ölheizungen wird sogar eine noch deutlichere Preissteigerung erwartet. Auslöser für diesen rapiden Anstieg der Preise: Knappheit an Öl, leere Gasspeicher und Lieferengpässe, dazu die CO2-Abgabe und Wartungsarbeiten an der Infrastruktur. Auch in den Bereichen Benzin und Strom ist ein langfristiger Aufwärtstrend der Preise festzustellen. Um die Haushaltskasse zu schonen, suchen viele Verbraucherinnen und Verbraucher nach Möglichkeiten, ihre Kosten zu senken. Der Austausch alter, ineffizienter Geräte bietet sich als langfristige Lösung an. Aber auch mit kleinen Nachrüstungen ohne bauliche Maßnahmen können schnell und wirkungsvoll der Stromverbrauch reduziert und Heizkosten eingespart werden.

Das „smarte“ Zuhause als Energiesparer

Smarte Geräte im Haushalt sind längst keine Spielereien mehr, denn hier winken Energiesparpotentiale von bis zu 30 Prozent unabhängig von der Größe des Hauses. Zu diesem Ergebnis kam das Cologne Institute for Renewable Energy der TH Köln. Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer mit den meisten Einsparungen hatten sich intensiv mit den Systemen beschäftigt, die Funktionen bestmöglich ausgeschöpft und viele Automatisierungen programmiert. Für den Einstieg in das intelligente Zuhause ist es jedoch nicht notwendig, zum Systemexperten zu werden und alle Geräte durch smarte Alternativen zu ersetzen – von der nachhaltigen Komponente mal abgesehen. Mit kleinen Anwendungen gelingt der Einstieg in das Smart Home in nur zwei Schritten.

Bild: Eberle

Schritt 1: Smarte Steckdosen

Smarte Steckdosen ermöglichen das intelligente Steuern von nicht-smarten Geräten. Per App oder Sprachsteuerung lassen sich Nachttischlampe oder Kaffeemaschine bequem ein- und ausschalten. So können Nutzer deren Energieeffizienz steigern und Verbrauchskosten senken.

Auch ausgeschaltet verbrauchen viele Geräte wie Fernseher oder Musikanlagen im Stand-by-Modus konstant kleine Stromeinheiten, die sich mit der Zeit summieren. Genau das verhindern intelligente Steckdosen – und das ganz ohne dass Anwender etwa unter die Kommode kriechen müssen, um einen versteckten Kippschalter an der Mehrfachsteckdose zu erreichen. Mit intelligenten Steckdosen lässt sich einfach die Stromzufuhr kappen. Statt das Nachtlicht im Kinderzimmer stundenlang brennen zu lassen, können Eltern die Leuchte im gewünschten Zeitfenster nach dem Zu-Bett-Bringen manuell am Smartphone oder durch eine Programmierung ausschalten.