Wohnen und Leben mit der Sonne – der Weg zum möglichst energieautarken Haus für Heizung, Strom und Mobilität

Bei diesem Strohballenhaus handelt es sich um ein klassisches Sonnenhaus. Die Wärme für die Raumheizung und das warme Wasser wird nur mit der großen Solarthermie-Anlage und einem Holzofen erzeugt. (Foto: Sonnenhaus-Institut / Petra Höglmeier)

Ein klassisches Sonnenhaus mit großer Solarthermie-Anlage oder ein Sonnenhaus der neuen Generation mit einer großen PV-Anlage für mindestens 50 Prozent solaren Deckungsgrad in der Wärmeversorgung? Beides ist heute möglich. Am Freitag, den 20. Oktober, von 14.00 bis 18.00 Uhr können sich Fachleute und interessierte Bauherren im SolarZentrum Kraichgau in Kürnbach (Baden-Württemberg) aus erster Hand über das solare Bau- und Energiekonzept in seinen unterschiedlichen Varianten informieren – im Einfamilienhaus, aber auch in Mehrfamilienhäusern und in Geschosswohnungsbauten. Referenten auf dem Seminar „Wohnen und Leben mit der Sonne – Wege zum möglichst energieautarken Haus für Heizung, Strom und Mobilität“ sind Rainer Körner, 2. Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts, und Hermann Grahm, Geschäftsführer des Heizungs- und Solarfachbetriebes Grahm GmbH und langjähriges Mitglied im Sonnenhaus-Institut e.V.

Nach einer Einführung in das Sonnenhaus-Bau- und Energiekonzept wird Hermann Grahm zum Thema „Solare Heizungstechnik im klassisch thermischen Sonnenhaus“ referieren. Bei dieser Sonnenhaus-Variante werden mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs für die Raumheizung und das warme Wasser mit einer Solarthermieanlage erzeugt, den Restbedarf deckt im Idealfall eine Holzheizung.

Anschließend stellt Rainer Körner das „PV-Wärmepumpen-Sonnenhaus“ vor. In dieser neueren Sonnenhaus-Variante wird die Heizenergie mit einer Photovoltaikanlage und einer solarstrombetriebenen Wärmepumpe erzeugt. In einem zweiten Vortrag wird Körner auf das Sonnenhaus-Konzept in Mehrfamilienhäusern und im Geschosswohnungsbau eingehen. Unter dem Titel „Die Sonnenhaus-Heizung im Geschosswohnungsbau – eine Alternative zu Standardlösungen mit Mehrwert“ schildert er anhand von Praxisbeispielen die technischen Möglichkeiten sowie die Vorteile für Investoren, Eigentümer und Mieter. Dabei wird er auch die Wärmekosten von unterschiedlichen Heizsystemen vergleichen. „Das Ergebnis dürfte für einige überraschend sein“, sagt Körner, der mit seinem Bauunternehmen KHB-Creativ Wohnbau rund 20 Sonnenhäuser gebaut hat, die meisten davon mit einer Photovoltaik-Wärmepumpen-Kombination.

Das Sonnenhaus-Basis-Seminar für Architekten, Planer, Energieberater, Handwerker sowie interessierte Laien findet am Freitag, 20. Oktober, von 14.00 bis 18.00 Uhr im SolarZentrum Kraichgau/Grahm GmbH in der Gewerbestraße 9/1 in 75057 Kürnbach statt.

Weitere Informationen: www.sonnenhaus-institut.de/wp-content/uploads/Programm-Kuernbach.pdf

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