Ostergerichte mit exotischen Ölen zaubern

Wenn wir schon nicht an exotische Plätze reisen dürfen, können wir die Ostertage doch wenigstens in der Küche etwas internationaler gestalten. Die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Claudia Miersch zeigt die gesundheitlichen Vorteile und ihre Anwendung auf und hat für die Krankenkassenzentrale ein gesundes Ostermenü entwickelt. Lesen Sie hier Informationen zu Argan-, Schwarzkümmel- und Hanföl.

Krankenkassenzentrale - Nachtisch zum Ostermenu: Amloucreme, Foto: Krankenkassenzentrale
Krankenkassenzentrale – Nachtisch zum Ostermenu: Amloucreme, Foto: Krankenkassenzentrale

Exotisches Gold zu Ostern: Arganöl, Schwarzkümmelöl und Hanföl  

Gerade zu besonderen Anlässen kommen bei uns gerne Zutaten auf den Teller, die man sonst nicht so häufig verwendet, weil sie einen besonderen Geschmack haben oder einfach eine gehobene feierliche Note mitbringen. Neben den Klassikern Rapsöl, Olivenöl und Sonnenblumenöl hat die Welt der pflanzlichen Öle noch einiges mehr zu bieten. Exotische Öle aus fernen Ländern bringen ein besonderes Geschmackserlebnis mit sich und mitunter auch einige Vorzüge für unsere Gesundheit.

In ihrem Gesundheits-Check der besten pflanzlichen Öle hat die Krankenkassenzentrale für uns die exotischsten Pflanzenöle herausgepickt. Arganöl, Schwarzkümmelöl und Hanföl weisen in ihrer Herstellung, ihrem Geschmack oder ihren Inhaltsstoffen einige Besonderheiten auf, die ihnen zurecht den Ruf “exotisch” verleiht. Da Ostern vor der Tür steht, hat sich das Team der Krankenkassen-Zentrale etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Ein 3-Gänge-Gourmet-Menü mit allen drei exotischen Ölen und hilfreichen Gesundheitsinformationen zu jedem Gericht von der Ernährungsexpertin Dr. Claudia Miersch als Rundreise um den Globus.

Gestartet wird mit einem orientalischen Tabouleh-Salat, das Hauptgericht Brasilianische Lammrippe mit Kichererbsenpüree kombiniert südamerikanische und asiatische Stile, bevor es zum Nachtisch mit Amlou-Pancakes auf den afrikanischen Kontinent geht.

Vom teuersten Öl bis zur verbotenen Rauschpflanze

Arganöl wird aus den Fruchtsamen des Arganbaumes gewonnen, der heute fast ausschließlich nur noch im südwestlichen Marokko wächst und zu den ältesten Bäumen der Welt zählt. Die begrenzte Anbauregion, die traditionelle Herstellung in Handarbeit und der hohe Materialeinsatz pro Liter Öl, machen das Arganöl zum “Kaviar” unter den Ölen. Es wird daher auch als “marokkanisches Gold” bezeichnet. Wie Arganöl weist auch Schwarzkümmelöl eine lange Tradition in seinem Heimatland auf. In Ägypten wird es seit mehreren Tausend Jahren als Heilmittel und als “Gold der Pharaonen” verehrt. Noch heute ist es in vielen orientalischen Ländern Tradition, Fladenbrot mit den aromatischen Samen des Schwarzkümmels zu bestreuen. Der charakteristische Geschmack entsteht durch den für fette Öle ungewöhnlich hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Hanföl bringt den Hauch des Verbotenen mit sich, da die Hanfpflanze jahrzehntelang ausschließlich als Rausch- und Arzneipflanze bekannt war. Aber keine Sorge: Das “Grüne Gold” wird aus den Hanfsamen des Nutzhanfs gewonnen, die keine berauschenden Cannabinoide, wie THC, enthalten. Die Hanfpflanze zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wurde erstmals in Zentralasien angebaut.

Mehr als nur kulinarische Feinschmecker-Öle

Die vorgestellten Öle haben jedoch noch mehr zu bieten, als nur eine einzigartige Geschichte oder einen besonderen Geschmack. Historische Überlieferungen aus den Heimatländern beschreiben teilweise seit Jahrhunderten auch gesundheitliche Vorzüge dieser Öle. “Die Forschung untersucht immer mehr dieser traditionellen Lebensmittel und kann einige geschichtliche Beobachtungen wissenschaftlich belegen”, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Claudia Miersch. Arganöl wurde wissenschaftlich bisher am wenigsten untersucht, jedoch deuten einige Ergebnisse auf eine haut- und gefäßschützende Wirkung hin. Denen im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Ölen werden zahlreiche positive gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben. In mehreren Humanstudien konnte unter Verwendung von Schwarzkümmelöl die diabetische Stoffwechsellage verbessert werden. Hanföl zählt zu den Immunölen, da es durch sein optimales Omega-6 zu Omega-3 Fettsäure-Verhältnis das Immunsystem in Balance halten kann. “Exotische Öle sind kein Wundermittel für ewige Gesundheit, aber sie haben durchaus ihre Vorzüge, um unseren Speiseplan zu bereichern”, erklärt Dr. Claudia Miersch.

Informationen zu den einzelnen Ölen, sowie Zutaten und Kochanleitungen für das kulinarische Menü, finden Interessenten auf der Übersichtsseite des Gesundheitsportals.