Fünf Millionen Module getestet

Am 28. Mai 2019 hat die Adler Solar GmbH das fünfmillionste Photovoltaik-Modul im Kundenauftrag geprüft. Eine Menge Module, eine Menge Probleme, eine Menge Lösungen und ein reicher Schatz an Erfahrungen.

CEO Adler Solar Gerhard Cunze (grünes Poloshirt) und Bremens Umweltsenator Lohse (rechts im Bild) am vergangenen Donnerstag inspizieren Photovoltaikmodul, anlässlich Verleihung der Mitgliedsurkunde des Bremer Unternehmensnetzwerks „Umwelt Unternehmen“ an Adler Solar. Ali Salem, Leiter Prüfzentrum, ist auf dem Bild links im Bild (© SUBV)

„Eigentlich dürfte es ein Unternehmen wie uns gar nicht geben“, scherzt Adler Solar Geschäftsführer Gerhard Cunze, „denn in den Jahren des Photovoltaikbooms wurden Photovoltaikanlagen gerne als wartungsfreie Energieerzeuger verkauft. Allenfalls dem Wechselrichter wurde ein Verfallsdatum zugesprochen. Einmal installiert, sollten PV-Module Jahrzehnte ihren Dienst tun, ohne Wartung, ohne Pflege. Heute wissen wir, dass Photovoltaikmodule tatsächlich Jahrzehnte zuverlässig arbeiten, wenn die Anlage ordentlich installiert wurde und vom Betreiber gewartet und gepflegt wird. Dann gibt es noch die äußeren Einflüsse, wie Sturm, Hagel, Blitzschlag, Feuer. Das ist dann unsere Aufgabe: Module auf Funktion prüfen, reparieren oder entscheiden, dass ein Modul irreparabel ist. Geprüft wird im Adler Solar Test- und Reparatur-Center in Bremen und manchmal vor Ort mit unserem mobilen Testlabor. Das haben wir jetzt fünf Millionen Mal gemacht“.

Das fünfmillionste Modul, das bei Adler Solar zur Prüfung erschienen ist, war auf einer Gewerbehalle montiert und wurde bei einem Brand Gasen, Hitze, Staub und Asche ausgesetzt. In so einem Fall können Dichtungen schmelzen, der Modulrahmen kann sich verziehen, Folien können ihre Struktur verändern, Lötstellen können beschädigt werden. „Das fünfmillionste Modul war nicht unmittelbar am Brandherd installiert und auf den ersten Blick optisch unauffällig, bis auf Verschmutzungen durch Löschwasser und Ruß-Spuren. Der erste Schritt war die visuelle Inspektion nach dem Vier-Augen-Prinzip. Danach folgt die „Wet-Highpot“-Prüfung, bei der das Modul in einem Wasserbad einer Isolationsprüfung unterzogen wird. Ist diese bestanden, folgt der Leistungstest im Sonnenlichtsimulator, dem sogenannten „Flasher“. Zum Abschluss wird das Modul noch mit Elektrolumineszenz auf Schäden überprüft. Unser fünfmillionster Kandidat hat alle Prüfungen mit Bravour bestanden und konnte an den Betreiber zurückgegeben werden“, erklärt Diplom-Ingenieur Ali Salem, leitender Prüfingenieur des Test- und Reparatur-Center bei Adler Solar. Insgesamt hat die Adler Solar Services GmbH 135 Module aus dem Brandschaden geprüft. 115 Module waren in Ordnung, 12 Module wurden durch das Feuer irreparabel beschädigt und acht Module konnten im Labor im Bremen repariert werden. „Über 91 Prozent der Module gehen an den Betreiber zurück und werden noch viele Jahre Sonnenstrom produzieren. Damit ist eine Prüfung der Module sinnvoller, wirtschaftlicher und nachhaltiger als einfach neue Module zu kaufen“, erklärt Geschäftsführer Cunze.

Adler Solar prüft Photovoltaik Komponenten im Prüflabor in Bremen aber auch mit einem mobilen Testcenter vor Ort an der Anlage. Welche Methode die bessere ist, hängt vom einzelnen Fall ab. Im Prüflabor stehen alle Prüfverfahren zur Verfügung, bei der Prüfung vor Ort kommen Elektrolumineszenzprüfung, Flasher-Test und Infrarotaufnahmen zum Einsatz. Neben der Technik ist Wissen und Erfahrung im Adler Solar Team für Qualität und Prüfergebnis entscheidend. „Nach über zehn Jahren Photovoltaik-Komponentenprüfung hat man viel gesehen und weiß, dass nichts unmöglich ist. Wir wissen nach fünf Millionen Prüfungen aber auch, dass es für fünf Millionen Probleme auch fünf Millionen Lösungen gibt – mindestens“, erklärt Prüflabor Leiter Diplom-Ingenieur Ali Salem.

Weitere Informationen: www.adlersolar.de