EU-Horizon 2020 Project LabelPack A+ startet Kampagne zum Wechsel zu effizienten Heizsystemen

Viele europäische Energieverbraucher erhalten in den diesen Wochen ihre Heizkostenabrechnung für das Jahr 2017. Wer sich über die steigenden Heizkosten ärgert, sollte jetzt mit dem Umstieg auf ein modernes, sparsames Heizsystem beginnen. Der Sommer ist die Zeit, sich auf den nächsten Winter vorzubereiten.

Der lange Winter und beständig steigende Energiepreise für Öl und Gas zum Jahresende haben dafür gesorgt, dass viele Verbraucher höhere Heizkosten zahlen müssen als erwartet. Das ist ärgerlich, doch viele Bürger können aus eigener Kraft die Ausgaben für das warme Zuhause und warmes Wasser senken – mit dem Umstieg auf hocheffiziente und moderne Heizsysteme, die langfristig Heizkosten einsparen und die Umwelt schonen.

„Viele Verbraucher in Europa erneuern ihre alte Heizung erst dann, wenn sie kaputt geht. Das geschieht dummerweise meist im Winter, wenn Wärme dringend benötigt wird. In der Regel bleibt dann keine Zeit, sich über die unterschiedlichen Heiztechnologien zu informieren, Angebot zu vergleichen oder mit Energieberatern über zukunftssichere Investitionen zu sprechen“, sagt David Wedepohl, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Insbesondere wenn der Einsatz besonders effizienter Heiztechnologien oder erneuerbarer Energien sinnvoll wäre, sei ein Notaustausch oft kontraproduktiv. Denn dabei wird auf die Technologie gesetzt, die schnell verfügbar ist und nicht auf die günstigste. Wedepohl: „Beim Notaustausch einer Heizung werden wichtige Chancen verpasst, um mit einem effizienten Heizgerät langfristig Geld zu sparen und sich gegen steigende Energiepreise zu schützen.“ Der Frühling ist daher die ideale Zeit, um sich umfassend über die auf dem Markt vorhandenen Lösungen zu informieren und effiziente neue Heizsysteme zu vergleichen. Im Sommer oder Herbst können diese dann leicht ausgetauscht werden.

Bei der Suche nach einem effizienten und umweltfreundlichen Heizsystem hilft das Europäische Energieeffizienzlabel für Heizgeräte und Warmwasserbereiter. Um den Verbrauchern in der ganzen Europäischen Union dieses Effizienzlabel näher zu bringen und den Austausch von veralteten Heizgeräten voranzubringen, hat die EU das Projekt LabelPack A+ ins Leben gerufen. Jetzt startet in dem Projekt die Informations-Kampagne „#CheckYourHeating“. „Wir wollen vor allem Hauseigentümer erreichen, die eine ineffiziente Heizungsanlage betreiben“, erläutert Pedro Dias, Generalsekretär von Solar Heat Europe. „Dabei wollen wir das EU-Energielabel bekannter machen. Das ist zwar seit Herbst 2015 verpflichtend. Wir haben aber festgestellt, dass es bei Endverbrauchern kaum bekannt ist und die Bürger die Energiekennzeichnung nur selten beim Heizungskauf berücksichtigen.“

Das Label besteht aus den gut bekannten Farbskalen von „G“ bis „A+++“.  Nur hocheffiziente Systeme, die auch erneuerbare Energien einsetzen, können „A+“ oder eine bessere Kategorie erreichen. „Auf Grund der geringen Nachfrage durch die Endverbraucher nutzen nur wenige Installateure das Label in ihrem Marketing für energieeffiziente Systeme“, bestätigt Wedepohl. „Mit der Kampagne wollen wir das Bewusstsein für energieeffiziente Lösungen mit Solarwärme erhöhen. Hierzu haben wir mehrere Filme erstellt, die auf unterhaltsame Weise darüber informieren.”

Die Kampagne wird in sieben Ländern durchgeführt und durch einen „Selfie-Challenge“ begleitet. Hierbei sind Installateure und Endverbraucher dazu aufgefordert „Selfie-Fotos“ mit dem Heizungslabel über soziale Medien zu posten. Hierbei können wertvolle Preise gewonnen werden. Hauptpreis ist eine Fotodrohne, damit noch bessere Selfies und Bilder von Solaranlagen gemacht werden können. Darüber hinaus gibt es noch Preise für jedes Land, ein „Power House Kit“ Spielzeugkasten für Kinder sowie Gratistickets für die Solar- und Energiemesse „Intersolar Europe“, die vom 20. bis 22. Juni 2018 in München stattfindet. Prämiert werden Selfies danach, wie oft sie auf Twitter unter „#LabelPackAPlus“ oder „#CheckYourHeating“ gepostet oder weitergeleitet werden. Es zählt ebenso die Anzahl der Likes und Hearts (Twitter).

Weitere Informationen: www.label-pack-a-plus.eu/deutschland/kampagne-check-heating