Der Klimaschutz braucht gute Beispiele

Mit einer Plakette und einer Urkunde wurde am 29. Oktober das Hotel Derichsweiler Hof in Nümbrecht als „Energiesparer NRW“ ausgezeichnet. „Energiewende und Klimaschutz brauchen Vorbilder. Das Hotel Derichsweiler Hof hat durch die Modernisierung und Umrüstung der Heizungsanlage auf die KWK-Technologie den Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen erheblich reduziert. Die Auszeichnung und die Verleihung der Plakette ist ein sichtbares Zeichen, dass zur Nachahmung ermuntern soll“, erklärte Werner Lechner, Referatsleiter im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW. Als „Energiesparer NRW“ werden seit 2003 vorbildlich modernisierte Häuser, energieeffizient ausgeführte Neubauten sowie Immobilien, bei denen regenerative Energieträger eingesetzt werden, gewürdigt. Seit Beginn der Aktion wurden landesweit mehr als 4.500 Plaketten verliehen. In Nümbrecht ist es die insgesamt zehnte Immobilie, die als „Energiesparer NRW“ ausgezeichnet wurde.

Das Hotel Derichsweiler Hof wird als Familienunternehmen geführt, es hat 46 Zimmer, sechs Seminarräume sowie ein Restaurant. Die Gebäude stammen teilweise aus dem Jahre 1978. Vor der Modernisierung lag der jährliche Heizölbedarf bei rund 25.000 Litern.

Das neu installierte Blockheizkraftwerk (BHKW) funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), wobei Strom und Wärme gelichzeitig erzeugt werde. Das BHKW wurde auf die Grundlast (Warmwasserbedarf) ausgelegt, es kommt auf über 6.000 Volllaststunden im Jahr und wird durch zwei Gasbrennwertkessel für die Spitzenlasten ergänzt. Der vom BHKW-Aggregat erzeugte Strom wird vom Hotel selbst verbraucht und deckt rund ein Drittel des Strombedarfs. Um den Energiebedarf weiter zu reduzieren, wird zum Beispiel die Beleuchtung sukzessive auf LED umgestellt, rund 300 Leuchtmittel sind bereits ausgetauscht. „‚Energiesparer NRW‘ ist nicht allein eine Auszeichnung für ein Gebäude. Es ist gleichzeitig und vor allem auch ein Instrument für Kommunen, im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz gestaltend tätig zu sein. Gerade die Klimaschutzaktivitäten einer Kommune haben sich als weiche Standortfaktoren etabliert. Städte und Gemeinden, die Klimaschutz betreiben, indem sie zum Beispiel zur Modernisierung des Gebäudebestands motivieren, sind attraktiver für Bewohner und die Wirtschaft“, so Lechner.

Das Projekt „Energiesparer NRW“ wird von der EnergieAgentur.NRW im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW umgesetzt. Partner sind die Architektenkammer NW, die Ingenieurkammer Bau NRW sowie der Westdeutsche Handwerkskammertag.

Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw.de

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