Photovoltaik im Smart Home

Autor/Redakteur: Dr. Christoph Kremin, Director Systems Engineering bei Conergy/gg

Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt Solarstrom nach Verfügbarkeit der Sonne und reduziert den Stromverbrauch aus dem Netz. Dadurch entsteht ein deutlicher finanzieller Vorteil. In Kombination mit Smart-Home-Anwendungen und Speicherlösungen können diese Vorteile noch ausgebaut werden.

Ein intelligentes Zuhause bietet schon heute zahlreiche Anwendungen, die uns das Leben erleichtern sollen. Zusammen mit den aktuellen Megatrends „Internet of Things“ und „Big Data“ werden immer neue Weiterentwicklungen für ein vernetztes Zuhause kommen, die den Wohnkomfort, die Sicherheit, oder die Energieeffizienz verbessern. Auch die eigene Energieerzeugung gehört mittlerweile zum Standard des Smart Homes. Eine Kombination aus Photovoltaikanlage und elektrischem Batteriespeicher bietet beste Voraussetzungen, um das Potenzial des Eigenheims bestmöglich auszunutzen, sei es in Form einer Komplettlösung für den Neubau, oder als Nachrüstung für bestehende Gebäude.

Das vernetzte Heim

Laut einer aktuellen Untersuchung des Branchenverbandes Bitkom nutzen bereits zehn Millionen Deutsche Smart-Home-Anwendungen. Jeder siebte Bundesbürger verwendet intelligente Lösungen im eigenen Zuhause und für 82 Prozent der Verbraucher ist das Smart Home die Zukunft.

Vernetzte und per Fernsteuerung erreichbare Systeme erhöhen die Lebensqualität und senken in Teilen schon jetzt den Energieverbrauch. Die Espresso-, Wasch- und Spülmaschinen können programmiert, die Heizungen von unterwegs an- und abgestellt und die Außenrollos bewegt werden. Auch Sicherheitsgeräte wie Rauchmelder und Kameras sind integrierbar. Wer noch mehr möchte, steuert auch seine Stereoanlage und lässt beim Betreten der Wohnung eine Fanfare erschallen.

Die Vernetzung der Geräte innerhalb des Smart Homes erfolgt in der Regel drahtlos oder über das Stromnetz und in Kombination mit einer intelligenten, mit dem Internet verbundenen Steuerungseinheit. Aktoren und Sensoren stehen mit der Steuerungseinheit in Verbindung und sorgen für das Öffnen und Schließen von Schaltern beziehungsweise stellen Messwerte über Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung oder andere Größen bereit. So melden die Sensoren zum Beispiel die Bewegung einer Tür an die Steuereinheit, woraufhin diese dann automatisch Musik oder Licht über entsprechende Aktoren einschalten lässt. Ein Smart Meter liefert Informationen zur Dauer und Höhe der Stromerzeugung und des -verbrauchs. Per App stehen die Daten auch unterwegs per Smartphone, Tablet oder PC zur Verfügung und melden etwa, wenn der Fernseher im Wohnzimmer läuft, oder ob der Herd noch angeschaltet ist. Die zentrale Steuerung der gesamten Hauselektronik stellt einen der größten Vorteile im Smart Home dar. So können nicht nur Routineabläufe im intelligenten Haushalt automatisch erledigt und jederzeit kontrolliert werden, sondern es lassen sich auch Energie und Kosten sparen.

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