Auf Qualität konzentriert: Gebäude.Energie.Technik hält Kurs in Richtung Energiewende

Gefüllte Gänge und rege Gespräche an den Messeständen der GETEC 2015
Gefüllte Gänge und rege Gespräche an den Messeständen der GETEC 2015

Nach drei Tagen endete am 1. März die achte Auflage der Gebäude.Energie.Technik (GETEC) auf dem Freiburger Messegelände. In Zeiten, in denen die Ausgestaltung der Energiewende und der effektive Umgang mit Energie viele Bürger vor Fragen stellt, nutzten rund 9.500 Besucher das breite Informationsangebot um die Themen energieeffizientes Modernisieren, Sanieren und Bauen. Das sind etwa zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. „Der intensive Austausch von Besucher zu Aussteller, von Aussteller zu Besucher, das war typisch für die diesjährige GETEC“, erklärte Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). „Besucher und Aussteller konnten sich im persönlichen Kontakt auf das Wesentliche konzentrieren. Das hat auf beiden Seiten die Zufriedenheit gesteigert, zumal viele Besucher gut vorbereitet auf die GETEC kommen“, so Strowitzki weiter.

Nach wie vor hoch im Kurs steht bei den Messebesuchern der ressourcenschonende und sparsame Umgang mit Energie. Das zeigten die gut besuchten Vorträge, Bauherren- und Nutzerseminare. Als das Herzstück der Messe erwies sich einmal mehr der sehr belebte „Marktplatz Energieberatung“. Insgesamt verzeichneten die 35 anwesenden Energieberater über 520 Impulsberatungen. Seit dem Start 2008 hat es damit bereits rund 4.000 solcher Beratungen für Bauherren gegeben, von denen rund 75 Prozent in absehbarer Zeit ihr Gebäude sanieren wollen. „Die GETEC ist damit ein Impulsgeber für konkrete Investitionsentscheidungen zur Umsetzung der Energiewende im privaten und gewerblichen Bereich“, unterstrich Markus Elsässer, Geschäftsführer Solar Promotion und Veranstalter der GETEC.

Bei den Ausstellern genießt die Gebäude.Energie.Technik hohes Ansehen, wie Franz Gremmelspacher, Geschäftsführer der Zimmerei Gremmelspacher GmbH aus St. Peter bestätigte: „Wir sind seit den Anfängen der GETEC dabei, weil uns diese Messe sehr viel bedeutet. Erfahrungsgemäß machen wir ein Viertel unseres Jahresumsatzes infolge von Kontakten durch die GETEC.“ Besonders gefällt Gremmelspacher die typische Mischung der Messe mit Ausstellung, Marktplatz Energieberatung und Vorträgen. „Große Themen, welche die Besucher beschäftigen, sind Abdichtung, Schimmel, Lüftung und die Wirtschaftlichkeit der geplanten Maßnahmen. Auffällig ist, wie häufig Dämmung und Abdichtung verwechselt werden. Da können wir mit unserem Knowhow gut beraten und aufklären“, so Gremmelspacher.

Erstmals auf der GETEC vertreten war der deutsche Stromspeicherhersteller Sonnenbatterie. Heinz Kury vom Sonnenbatterie Center Freiburg findet, dass die GETEC unter anderem das sehr aktuelle Thema Stromspeicherung und Eigenstromnutzung gut abbildet. „Es ist gut, dass es die GETEC gibt. Die Anzahl der Besucher an unserem Stand sowie die Qualität der Kontakte war hervorragend.“ Das zeige, dass diese beiden Themen sehr stark im Kommen sind und immer wichtiger werden. „Zu uns kamen oft Messebesucher, die schon eine Photovoltaikanlage oder ein Blockheizkraftwerk haben und nun in die Speicherung einsteigen wollen“, so Kury. „Als ausführendes Elektrounternehmen bauen wir schon sehr lange PV-Anlagen und profitieren nun von unserem Erfahrungswissen, mit dem wir die Kunden fundiert eben auch in Punkto Stromspeichersysteme beraten können.“

Bei ihrer achten Auflage wurde das Themenspektrum der GETEC erweitert. Erstmals ist auch das Thema Bad/Sanitär präsent. Als erfahrener Handwerksunternehmer war Edgar Kern aus Sölden mit seiner Eigenmarke „Kern – Die Badgestalter“ auf die Messe gekommen. Er hatte sich kurzfristig für eine Messebeteiligung entschieden und ist damit sehr zufrieden: „Ich finde die Abrundung der bisherigen Messeschwerpunkte mit dem neuen Thema Bad/Sanitär sehr gelungen.“ Nach Ansicht Kerns trifft er auch die richtige Zielgruppe: „Hier sind die Immobilienbesitzer, die dann auch Entscheidungen treffen. Das ist für uns sehr viel wert.“ Auch sei die GETEC nicht so überfrachtet wie andere Veranstaltungen. „Für viele Besucher ist wegen der energetischen Aspekte neben der Heizung oder dem Innenausbau auch das Bad ein Thema. Mit der Themenerweiterung der Messe können sie sich jetzt gleich noch Informationen über eine Badrenovierung holen. Hier können wir zu den Themen Bad-/Sanitärmodernisierung umfassend informieren“, sagte Kern.

Mit einem breit gefächerten Überblick über die Themen energieeffizientes und nachhaltiges Bauen und Sanieren sowie die erneuerbaren Energien präsentierte sich die Gebäude.Energie.Technik 2015. Sie brachte Bauherren, Handwerk und Hersteller miteinander in Kontakt und war für viele Messebesucher so ein hervorragender Wegweiser zur richtigen Investitionsentscheidung bei Neubau, Ausbau und Sanierung. Intensiv nutzte das ebenso gut informierte wie vorbereitete Publikum die vielfältigen Angebote von Ausstellern und das kostenfreie Rahmenprogramm mit praxisgerechten Fachvorträgen, geführten Themenrundgängen sowie Bauherren- und Nutzerseminaren. Mit einem eigenen Sonderbereich waren die top-aktuellen Themen Stromspeicher, Eigenstromnutzung und Elektromobilität präsent. Auch dem Thema „Stromerzeugende Heizungen/Mini BHKW“ räumte die GETEC mit einer Sonderfläche wieder einen eigenständigen Platz ein. Unterstützung kam bereits zum zweiten Mal vom BHKW-Impuls-Programm der Stadt Freiburg. Die nächste Gebäude.Energie.Technik findet vom 26. bis 28. Februar 2016 statt.

Weitere Informationen: www.getec-freiburg.de

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