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Siemens und Electric Power Group stärken Echtzeitüberwachung von Stromnetzen

Siemens und die US-amerikanische Electric Power Group (EPG) haben eine strategische Allianz zur Verbesserung der Netzüberwachung und -stabilität geschlossen. Dabei integriert Siemens die Synchrophasor-Technologie und Wide Area Monitoring Systems (WAMS) von EPG in sein Portfolio für die Energieautomatisierung. Netzbetreiber sollen dadurch eine detailliertere Echtzeitansicht des Netzverhaltens erhalten und schneller auf Instabilitäten oder Fehler reagieren können. Hintergrund sind die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien und dynamische Lasten, die höhere Anforderungen an die Überwachung und Steuerung der Stromnetze stellen. Die gemeinsame Lösung richtet sich an Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber sowie Betreiber kritischer Energieinfrastrukturen.

Siemens und EPG: Integration von Echtzeit-Intelligenz zur Verbesserung der Resilienz und Stabilität im gesamten Stromnetz. – Quelle: Siemens

Echtzeitdaten für komplexere Stromnetze

Die Energiewende verändert die Anforderungen an die Stromnetzsteuerung. Neben klassischen SCADA-Systemen werden zunehmend hochauflösende und zeitsynchronisierte Messdaten benötigt, um Veränderungen im Netz schneller zu erkennen. EPG stellt dafür Synchrophasoren bereit, die Spannungs- und Stromwellenformen GPS-synchronisiert mehrmals pro Sekunde erfassen. Das WAMS-System führt die Daten verschiedener Messpunkte zusammen und ermöglicht damit eine umfassende Echtzeitbetrachtung des Netzzustands.

Durch die Integration in die Automatisierungslösungen von Siemens sollen Netzbetreiber unter anderem die Netzstabilität verbessern, Fehler schneller erkennen und die Reaktionszeiten verkürzen können. Gleichzeitig soll die Lösung das Situationsbewusstsein in den Leitstellen erhöhen und eine vorausschauendere Steuerung ermöglichen.

„Die präzise, synchronisierte Datenerfassung durch EPG, integriert in unsere Automatisierungslösungen, ermöglicht eine erweiterte Transparenz und verbesserte prädiktive Kontrolle“, sagt Bernd Meyer, Vice President Research & Development bei Siemens Smart Infrastructure.

Skalierbare Integration

Die beiden Unternehmen setzen auf eine offene und interoperable WAMS-Architektur, die sich in bestehende Netzinfrastrukturen integrieren lassen soll. Eine langfristige Rahmenvereinbarung soll zudem ein standardisiertes und skalierbares Bereitstellungsmodell für Projekte in unterschiedlichen Regionen ermöglichen.

„Das offene und interoperable Design der WAMS-Architektur gewährleistet eine nahtlose Integration in bestehende Netzinfrastrukturen und bietet eine skalierbare Lösung für regionale und nationale Netze“, erklärt Vikram Budhraja, CEO der Electric Power Group.

Link zu: Siemens

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