Georg Fischer: KI optimiert Heizungsbetrieb in Obermarchtaler Schule
Die Gemeinde Obermarchtal setzt in der Sixtus-Bachmann-Schule auf die KI-gestützte Heizungsoptimierung GF EcoMate von Georg Fischer (GF). Das System soll den Energieverbrauch der bestehenden Hackschnitzelheizung senken, ohne dass dafür bauliche Veränderungen oder eine Anfangsinvestition erforderlich sind. Dafür erfasst Sensorik unter anderem Raum- und Vorlauftemperaturen, Wetterprognosen und Nutzungszeiten. Auf dieser Grundlage erstellt die Software selbstlernende Heizpläne, die den Betrieb an den tatsächlichen Bedarf des Gebäudes anpassen. Das Pilotprojekt soll zeigen, welches Einsparpotenzial durch eine digitale Optimierung bestehender Heizungsanlagen in kommunalen Gebäuden erschlossen werden kann.

Bestehende Heiztechnik digital optimieren
Die Ausgangslage in Obermarchtal ist vergleichbar mit der vieler öffentlicher Gebäude: Der Wärmebedarf der Schule schwankt je nach Schulbetrieb, Nachmittagsbetreuung, Ferien und Wochenenden deutlich. Die Hackschnitzelheizung verursacht derzeit rund 10.000 Euro jährliche Energiekosten. Bisher orientierte sich die Steuerung vor allem an der Außentemperatur.
GF EcoMate ergänzt die vorhandene Technik um IoT-Sensoren, einen Wärmemengenzähler und Kommunikationshardware. Laut Georg Fischer lässt sich das System innerhalb weniger Stunden installieren, ohne in das Wärmeverteilnetz einzugreifen. Anschließend wertet die Software verschiedene Betriebsdaten aus und passt die Heizungssteuerung entsprechend an.
Einsparung als Geschäftsmodell
Für die Gemeinde ist das Projekt zudem mit einem einsparungsbasierten Finanzierungsmodell verbunden. Eine Vergütung für Georg Fischer fällt nur an, wenn tatsächlich Energiekosten eingespart werden. Die erzielten Einsparungen werden nach Unternehmensangaben zur Hälfte zwischen GF und der Gemeinde aufgeteilt.
Als Ziel werden Energieeinsparungen von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent genannt. Für die Schule könnten dadurch rund 2.500 Euro Heizkosten pro Jahr eingespart werden. Wie hoch die tatsächliche Einsparung ausfällt, soll sich nach der Heizkostenabrechnung im kommenden Frühjahr zeigen.
Das System stellt außerdem die Betriebsdaten über ein Online-Dashboard bereit. Kommunale Mitarbeiter können dort unter anderem Energieverbrauch, Anlagenstatus und CO₂-Einsparungen nachvollziehen. Bei positiven Ergebnissen erwägt Obermarchtal, die Lösung auch in weiteren kommunalen Gebäuden einzusetzen.
