Deutsches Pelletinstitut: Wirtschaftlichkeit ist beim Heizungskauf entscheidend
Die Kosten einer neuen Heizung sind für Hausbesitzer das wichtigste Entscheidungskriterium. Das zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen Pelletinstituts (DEPI), für die 2.500 Hausbesitzer und darunter 500 Besitzer einer Pelletheizung befragt wurden. Fast zwei Drittel der Befragten achten bei der Heizungswahl besonders auf die Anschaffungskosten, 53,2 Prozent berücksichtigen zudem Betriebs- und Wartungskosten. Bei Pelletheizungsbesitzern haben langfristige Kosten sowie der Anteil erneuerbarer Energien ein noch höheres Gewicht. Gleichzeitig gewinnt die Zukunftsfähigkeit der Heiztechnik bei der Entscheidung an Bedeutung.

Anschaffung und Betrieb im Blick
Anschaffungs- sowie Betriebs- und Wartungskosten führen das Ranking der Entscheidungskriterien an. Bei den Besitzern von Pelletheizungen stehen die laufenden Betriebs- und Wartungskosten besonders häufig im Vordergrund. Die Anschaffungskosten werden dagegen etwas seltener als wichtigstes Kriterium genannt, was laut DEPI auch mit den staatlichen Fördermöglichkeiten für Pelletheizungen zusammenhängen kann.
„Die Umfrage zeigt, dass Kosten für alle Hausbesitzer entscheidend sind. Wer jedoch die langfristige Wirtschaftlichkeit mit Anschaffung, Unterhaltung und Wartung im Blick hat, ist mit einer Pelletheizung bestens bedient“, sagt Martin Bentele, Geschäftsführer des DEPI. Nach Angaben des Instituts waren Holzpellets im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre mindestens 25 Prozent günstiger als Heizöl und 31 Prozent günstiger als Erdgas.
Förderbedingungen haben sich verändert
Auch bei der Förderung spielt der Zeitpunkt eine Rolle. Seit Sommer 2026 ist der Klimageschwindigkeitsbonus für den Heizungstausch von 20 auf 16 Prozent gesunken und soll bis 2028 schrittweise weiter reduziert werden. Wer die Förderung für eine Pelletheizung jetzt beantragt, kann laut DEPI noch die aktuell geltenden Fördersätze nutzen. Für die Umsetzung stehen anschließend 36 Monate zur Verfügung.
Erneuerbare Energien werden wichtiger
Für 36,3 Prozent der befragten Hausbesitzer ist die Zukunftsfähigkeit einer Heiztechnologie ein wichtiges Entscheidungskriterium. Bei Pelletheizungsbesitzern liegt der Anteil bei 39,8 Prozent. Auch der Einsatz erneuerbarer Energien wird von dieser Gruppe deutlich höher bewertet: 39 Prozent der Pelletheizer halten diesen Aspekt für wichtig, gegenüber 20,6 Prozent aller Hausbesitzer.
Holz leistet laut DEPI einen wesentlichen Beitrag zur erneuerbaren Wärmeversorgung in Deutschland. Pellets werden überwiegend aus Reststoffen der Säge- und Holzindustrie hergestellt und können damit zur Nutzung regional verfügbarer Ressourcen beitragen.
Für die Umfrage befragte Civey vom 4. Februar bis 2. März 2026 insgesamt 5.000 Bundesbürger, 2.500 Hausbesitzer und 500 Hausbesitzer mit Pelletheizung. Die Ergebnisse wurden quotiert und gewichtet und sind nach Angaben des DEPI entsprechend repräsentativ.
Direkter Link: DEPI – Startseite
