Intelligent heizen informiert über das neue Gebäudemodernisierungsgesetz und mehr Wahlfreiheit bei Heizsystemen
Das Serviceportal „Intelligent heizen“ informiert über die Änderungen durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die Reform soll Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern künftig mehr Flexibilität bei der Auswahl geeigneter Heizsysteme ermöglichen. Gleichzeitig bleibt das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2045 bestehen. Mit dem neuen Gesetz rücken technologieoffene Lösungen und die individuelle Betrachtung des Gebäudes stärker in den Mittelpunkt. Entscheidend bleibt daher, welche Heiztechnik technisch, wirtschaftlich und langfristig zum jeweiligen Gebäude passt.
Mit dem GModG ersetzt die Bundesregierung das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) und schafft neue Rahmenbedingungen für die Heizungsmodernisierung. Die bisherige 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien beim Einbau neuer Heizungen entfällt. Dadurch erweitert sich die Auswahl möglicher Systeme: Neben Wärmepumpen, Biomasse- und Hybridheizungen können künftig auch moderne Gas- und Ölheizungen eingesetzt werden.
Die größere Technologieoffenheit bedeutet jedoch keinen uneingeschränkten Weiterbetrieb fossiler Heizsysteme. Für neue Gas- und Ölheizungen sieht das Gesetz mit der sogenannten Bio-Treppe einen Stufenplan vor, nach dem schrittweise mehr klimafreundliche Energieträger eingesetzt werden müssen. Ergänzend sollen Energieversorger über eine Grüngasquote unter anderem Biomethan, Wasserstoff und weitere erneuerbare Gase bereitstellen.
Ab 2027 kommen weitere Anforderungen hinzu, unter anderem durch die Umsetzung der europäischen Gebäuderichtlinie EPBD. Dazu zählen Vorgaben für Nichtwohngebäude, Solaranlagen, Energieausweise und die Ökobilanzierung von Neubauten. Ab 2030 sollen neue Gebäude grundsätzlich als sogenannte Nullemissionsgebäude errichtet werden.
„Es ist gut, dass die Bundesregierung mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz Klarheit für die Heizungsmodernisierung geschaffen hat. Verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Hausbesitzer und Unternehmen in nachhaltige Heizungslösungen investieren“, sagt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e. V. Gleichzeitig komme es darauf an, langfristig verlässliche Förderbedingungen zu schaffen und die passende Heizlösung für jedes Gebäude zu finden.
Welche Heizung sinnvoll ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab – darunter der energetische Zustand des Gebäudes, der Wärmebedarf, vorhandene Infrastruktur sowie Investitions- und Betriebskosten. In vielen Fällen kann eine Wärmepumpe eine zukunftsfähige Lösung sein. Je nach Ausgangssituation können aber auch Hybridheizungen, Biomasseanlagen oder der Anschluss an ein Wärmenetz geeignete Alternativen darstellen.
Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sollten die neue Wahlfreiheit daher nicht allein anhand der gesetzlichen Möglichkeiten bewerten. Eine genaue Analyse des Gebäudes und eine fachkundige Beratung helfen dabei, die langfristig wirtschaftlichste und technisch passende Lösung auszuwählen. Weitere Informationen zum Gebäudemodernisierungsgesetz, zu Heiztechnologien und Modernisierungswegen bietet der Ratgeber unter www.intelligent-heizen.info.
