Wärmepumpentour Teil V: Freckenhorst

In Freckenhorst sahen wir uns erneut eine Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpe an. Dabei handelt es sich um eine sehr sinnvolle Zusammenstellung, denn es besteht die Möglichkeit, 30 bis 50 Prozent des Stroms, der für den Betrieb der Wärmepumpe benötigt wird, mit der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach selbst herzustellen und dann sofort zu nutzen.

Bild: DeinEnergieportal

Das Reihenendhaus aus Mitte der 70er Jahre der Familie Borlik ist mit einer solchen Kombination aus erneuerbaren Technologien ausgestattet. Das Haus wurde 2008 gekauft und dann innerhalb der darauffolgenden zehn Jahre Stück für Stück auf einen energetisch verbesserten Stand gebracht. Im Zuge dessen wurde auch die Heizungsanlage erneuert.

Der Bauherr Herr Borlik nahm für die Realisierung des Projekts die BAFA-Förderung in Anspruch und bekam 35 Prozent der Investitionskosten erstattet. Die Luft-Wasser Wärmepumpe ist mit der Photovoltaik Anlage gekoppelt. So kann der vom Dach gewonnene Strom direkt für die Heizung genutzt werden. Dieses „Power to Heat“-Prinzip ist besonders effizient, da Wärmepumpen durch die Nutzung regenerativer Umweltwärme mit einer Einheit Strom als Antriebsenergie drei bis vier Einheiten Wärme erzeugen. Die Anbindung des Außenteils der Wärmepumpe war ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen über die Luftansaugung des alten Kessels möglich.

Die insgesamt 160 Quadratmeter werden über eine neue Fußbodenheizung (eingefräst in den Estrich) gleichmäßig temperiert. „Mit der Kombination aus Wärmepumpe und PV sparen wir im Jahr zirka 3.360 kg/a CO2. Wir sind froh, dass wir so mit unserem Haus einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Herr Borlik.

Hier noch ein Videointerview mit Thomas Kleinmanns, Regionaler Serviceleiter bei Glen Dimplex Deutschland, zu dem Objekt:

Video: DeinEnergieportal