Das Interesse von Kommunen, Unternehmen und Veranstaltern an Mehrweg nimmt zu

Das Mehrwegkonzept des Unternehmers Hermann Mader stößt auf zunehmendes Interesse. Das liegt unter anderem auch an der Corona-Pandemie. Mader sagt dazu, dass seine Gesprächspartner im letzten Jahr häufig wohlwollend aber im Endeffekt unentschlossen waren. Das ist jetzt nicht mehr so. Laut Mader werden die Unternehmer in der aktuellen Krise vor allem mit frei Fakten konfrontiert. Zunächst einmal, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Dann, dass sich mit Umweltschutzmaßnahmen das Image verbessern lässt und zum Schluss dass sie auf diese Weise auch Markanteile gewinnen können.

Screenshot: DeinEnergieportal

Viele Gespräche seien mittlerweile durch eine ausgesprochen konstruktive Atmosphäre geprägt. „Noch habe ich keine festen Zusagen von Investoren oder Unternehmern, die unser Mehrweggeschirr einsetzen wollen”, so Hermann Mader. “Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass unser Konzept spätestens nach der Coronakrise greift. Zum einen, weil es meines Wissens keine auch nur annähernd so überzeugende Mehrweg-Alternative zu unserem Ansatz gibt. Vor allem aber, weil viele meiner Gesprächspartner inzwischen sehr konkret werden und ins Detail gehen.“

250 Tonnen Plastikmüll an drei Tagen

Unter anderem ist Mader im Gespräch mit den Veranstaltern des Züri-Fäscht, dem mit Abstand größter Schweizer Volksfest, das alle drei Jahre am ersten Juli-Wochenende in der Innenstadt und rund um das Zürcher Seebecken stattfindet. Zweieinhalb Millionen Besucher hatten sich 2019 dort amüsiert und innerhalb von drei Tagen rund 250 Tonnen Plastikmüll hinterlassen.

Bis Juli 2022, dem Termin für das nächste Züri-Fäscht, ließe sich das sich ändern, ist Mader überzeugt. Und will die dortigen Veranstalter für seine Idee gewinnen. Unter anderem, indem er Schweizer Unternehmen in sein Konzept einbindet.

Auch Kommunen und Veranstalter großer Festivals und Tourneen zeigten wachsendes Interesse an nachhaltigen Lösungen. „Viele Bands wie die Ärzte oder die Toten Hosen in Deutschland, aber auch zunehmend internationale Mega-Stars  neigen mehr und mehr dazu, nur noch Konzerte zu spielen, bei denen auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Und Mehrweg ist einer der wichtigsten Schlüssel dazu.“

Mader weiß das, weil er seit Jahrzehnten gute geschäftliche Kontakte in die Branche pflegt. So sei für nächstes Jahr zum Beispiel eine globale Megatour mit Spitzenstars durch die größten und schönsten Arenen der Welt  geplant. Zentrales Element der Veranstaltungen soll es ausdrücklich sein, mit nachhaltigen Lösungen Zeichen zu setzen gegen Umweltzerstörung und für eine bessere Zukunft.

Denn eines sei auch Veranstaltern großer Konzerte zunehmend klar: „Die Generation Z, also die heutigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wollen sich nicht mehr mit Sonntagsreden abspeisen lassen. Dazu ist die Situation unseres Planeten schon zu prekär. Und auf dem wollen und müssen sie schließlich die nächsten Jahrzehnte leben.“ Hintergrund-Informationen zum Züri-Fäscht finden Sie hier: Abfall an Grossveranstaltungen – «Züri-Fäscht» zu gross für Mehrweggeschirr? – News – SRF und https://www.nau.ch/news/videos/greenpeace-zuri-fascht-soll-auf-mehrweg-geschirr-setzen-65549142.

Weitere Informationen: www.4eventgmbh.de