Zweites Rennwochenende der Deutschen Elektro-Kart-Meisterschaft (DEKM)

Vom 4. bis zum 6. September dieses Jahres fand in Wackersdorf das zweite Rennwochenende der Deutschen Elektro-Kart-Meisterschaft (DEKM) statt. Axel La Flamme und Diego Stifter konnten die Rennen, die im Rahmen der Rotax Max Challenge Euro Trophy stattfanden, gewinnen. Es handelt sich im Moment um die dritte Saison der DEKM.

Diego Stifter, der Sonntagssieger in Wackersdorf

In Kerpen gab in der weltweit ersten reinen Elektro-Kart-Rennserie das neue E-Kart Project E20 von Hersteller und Partner BRP-Rotax sein Debüt. Nach einer mehrjährigen Entwicklungsphase konnte sich das Ergebnis sehen lassen: Weniger Gewicht und mehr Leistung sorgten bereits in Kerpen für deutlich längere Renndistanzen und beachtliche Rundenzeiten.

Daran knüpfte die DEKM nun auch in Wackersdorf an. Anders als sonst gastierte die Meisterschaft diesmal im Rahmenprogramm der Rotax Max Challenge Euro Trophy. Strahlender Sonnenschein, anspruchsvolle Streckenverhältnisse und ein internationales Teilnehmerfeld mit Fahrerinnen und Fahrern aus sechs Nationen sorgten für beste Bedingungen im Kampf um die Halbzeitmeisterschaft.

Axel La Flamme triumphiert am Samstag

DEKM-Routinier Luka Wlömer meldete sich im Qualifying am Samstagmorgen mit einer Pole Position im Titelkampf zurück. Auch im späteren Pre-Finale über 13 Rennrunden ging kein Weg am 18-Jährigen vorbei. Er wehrte alle Angriffe der Verfolger ab und siegte vor Axel La Flamme und Kerpen-Finalsieger Joel Mesch. Die Top Fünf wurden von Diego Stifter und Sebastian Kraft komplettiert.

Abwechslungsreicher war das Finale am Nachmittag. Nach zwei Runden übernahm La Flamme die Führung und schien das Tempo vorzugeben. Wlömer behielt aber den Anschluss und schaffte sogar einen kurzeitigen Konter. Dadurch schloss von hinten Mesch auf und mischte sich ebenfalls im Kampf um den Sieg ein. Profiteur davon war der Führende La Flamme, er fuhr eine kleine Lücke heraus und überquerte als Sieger den Zielstrich. Wlömer verteidigte Rang zwei vor Mesch, Stifter und Elijah Alessandro Saia.

Herzschlagfinale macht Diego Stifter zum Sonntagssieger

Der Anfang des Sonntags glich dem vom Samstag. Wieder war es Wlömer der das Klassement nach dem Qualifying anführte. Dabei profitierte er aber von einer Strafe für Mesch, der wegen eines ausgelösten Spoilers um fünf Positionen nach hinten versetzt wurde und seinen Spitzenplatz verlor. Im Rennen nutzte Wlömer seine Ausgangslage und fuhr diesmal einem sicheren Sieg entgegen. Mit Abstand folgte ein Quartett aus La Flamme, Mesch, Saia und Stifter. Erneut wurde aber eine Frontspoilerstrafe Mesch zum Verhängnis und warf ihn auf Rang sieben zurück.

Das letzte Rennen des Wochenendes wurde zu einem wahren Krimi. An der Spitze duellierten sich mehrere Fahrer um den Sieg. Erster Leidtragender war La Flamme, der schon in der zweiten Runde von der Strecke abkam und das Rennen wenig später beenden musste. Die Führung erkämpfte sich indessen Stifter, der diese dann auch kontinuierlich verteidigte. Zu einem Herzschlagfinale kam es in der letzten Runde: Wlömer hatte sich wieder an Mesch vorbei auf Rang zwei gekämpft und setzte sich in der letzten Kurve neben den Spitzenreiter. Letztlich trennte das Duo im Ziel eine Tausendstelsekunde. Entsprechend enthusiastisch war Sieger Diego Stifter im späteren Interview: „Zum Ende habe ich meine Position verteidigt und bin nun sehr glücklich gewonnen zu haben. Ein großer Dank an meinen Mechaniker, der mir ein perfektes E-Kart vorbereitet hat. Ebenso ein Dank an meine Partner, die mir den Start in der DEKM ermöglichen.“ Ebenfalls knapp war die Entscheidung um Platz drei – letztlich hatte Mesch vor Saia die Nase vorne. Eine starke Aufholjagd zeigte Sebastian Kraft, er musste aus der Boxengasse nachstarten und kam noch auf Platz fünf ins Ziel.

Weitere Informationen: www.dekm.de