Während der Ausgangsbeschränkungen gab es eine schlechtere Luftqualität bei höherer Lärmbelastung

Luftqulität und Geräuschpegel haben sich in den deutschen Wohnungen während der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie verschlechtert. Das ergibt eine Studie den Smart-Home-Anbieters Netatmo. Die genannte Studie wurde in sechs europäischen Ländern durchgeführt, basiert auf den anonymisierten Daten vom mehr als 1000 Wetterstationen von Netatmo und fand im Zeitraum zwischen dem 1. März und dem 26. April dieses Jahres statt.

Grafik: Netatmo

Bis zu zwei Drittel der Deutschen atmen zuhause verschmutzte Luft ein

Wie die Studie zeigt, wies im untersuchten Zeitraum fast jeder zweite deutsche Haushalt (47 Prozent) mindestens einmal pro Woche schlechte Luftqualität auf, also einen CO2-Wert von über 1000 ppm. Im Vergleich dazu lagen die Werte über die gesamte Periode 2019 deutlich niedriger (42 Prozent). Höchstwerte im Jahr 2020 wurden dabei am 3. April festgestellt, hier atmeten fast zwei Drittel (60 Prozent) der Deutschen zuhause stark verschmutze Luft ein.

Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich der Luftqualität an dritter Stelle bei den Ländern mit dem höchsten CO2-Niveau in Innenräumen.

Grafik: Netatmo

Steigende Lärmbelastung

Seit März 2020 sind deutsche Haushalte mehr Lärm ausgesetzt. Der Durchschnittswert erhöhte sich von 41,29 dB im Bezugszeitraum 2019 auf 42,06 dB 2020.

Durch die logarithmische Skalierung der Maßeinheit bedeutet das für die Bewohner rund 19 Prozent mehr Schalldruck, also einen signifikanten Anstieg.

Grafik: Netatmo

„Verbraucher sollten in der aktuellen Situation also besonders darauf achten, regelmäßig zu lüften und Geräuschquellen minimal zu halten. Denn auf Dauer wirken sich eine schlechte Luftqualität und ein erhöhter Lärmpegel auf das körperliche Wohlbefinden aus,“ so Fred Potter, Gründer von Netatmo und CTO des Eliot-Programms von Legrand. 

Weitere Informationen: https://www.netatmo.com/de-de