E.ON Auswertung zur Urlaubszeit: Bis zu 50 Prozent Stromverbrauch, selbst wenn Haus leer steht

Trotz Urlaub: Auch in einer leerstehenden Wohnung kann immer noch bis zur 50 Prozent des sonst üblichen Stromverbrauchs anfallen. Das hat erstmals der Energieanbieter E.ON anlässlich der Sommerferien 2019 gemessen. „Unsere Auswertung zeigt, dass in vielen Häusern auch in der Urlaubszeit zwischen 30 bis 50 Prozent Strom verbraucht wird, obwohl niemand zuhause ist“, erklärt E.ON Geschäftsführer Wolfgang Noetel. „Trotz Unterschieden zwischen Mietwohnungen und Eigenheimen und abhängig von der Anzahl der Elektrogeräte ist der passive Energiebedarf in den untersuchten Haushalten überraschend hoch.“

Grafik: E.ON

Smart Meter Auswertung 

Gemessen wurde der Stromverbrauch in mehr als 100 beispielhaften deutschen Haushalten, deren detaillierter Verbrauch in einem Pilotprojekt über zwei Jahre von Smart Metern erfasst wurden. Experten von E.ON Digital Technologies konnten dank der eingesetzten intelligenten Stromzähler den Gesamtverbrauch einzelnen Gerätegruppen vom Licht bis zu den Kühlschränken zuordnen und dank künstlicher Intelligenz aktiven und passiven Energiebedarf automatisiert unterscheiden. Damit ist es auch möglich, die Urlaubszeiten automatisch zu erkennen und zu analysieren.

Rund die Hälfte des Strombedarfs entfiel bei der Auswertung auf die Geräte im aktiven Modus, die bedient werden müssen und zu denen vor allem Fernseher, Laptop, aber auch Waschmaschine, Herd und Backofen zählen. Werden sie nicht benutzt, senkten sie in den Urlaubszeiten den Verbrauch in den gemessenen Haushalten um rund 50 Prozent.

Doch die andere Hälfte des Energiebedarfs fällt dauerhaft und damit im passiven Zustand an. Werden beispielsweise Kühlschrank und Gefriertruhe nicht abgetaut und abgeschaltet, ziehen diese, um die gewünschte Temperatur zu halten, in regelmäßigen Abständen immer wieder Strom. Doch auch alle anderen Geräte, die im Standby-Modus am Stromnetz hängen, treiben in Summe den Verbrauch nach oben. Schließlich hat sich die durchschnittliche Anzahl der Elektrogeräte im Haushalt, auch wenn diese pro Gerät immer energieeffizienter geworden sind, nach E.ON-Einschätzungen in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Von dem Aquarium über den WiFi Router und Sprachassistenten benötigen sie rund um die Uhr Strom.

„Wer also wirklich nachhaltig Energie sparen und damit auch seine Stromkosten senken möchte, sollte so viele Geräte wie möglich komplett ausschalten“, so Wolfgang Noetel von E.ON. Und das nicht nur im Urlaub, sondern immer dann, wenn er oder sie das Haus verlässt.  

Weitere Informationen: www.eon.de