Neue Übersicht zu Förderprogrammen der Energieversorger in NRW: Zuschüsse gibt es von der E-Mobilität bis zur Spülmaschine

Die nordrhein-westfälischen Energieversorger beginnen, sich auf das Zeitalter der Elektromobilität einzustellen. Nach der jüngsten Umfrage der EnergieAgentur.NRW unter den 152 Energieversorgern (EVU) im Land fördern inzwischen über 21 Prozent der EVU die Anschaffung eines E-Autos. „Damit setzt sich der Trend aus dem Vorjahr fort: Die Energieversorger unterstützen aktiv die Elektrifizierung der Mobilität mit wirtschaftlich attraktiven Förderangeboten“, so Dipl.-Ing. Günter Neunert von der EnergieAgentur.NRW. So bietet zum Beispiel die e-regio GmbH in Euskirchen einen 500-Euro-Zuschuss beim Kauf eines Elektromobils, die Wuppertaler Stadtwerke WSW sogar 1.000 Euro. Andere Energieversorger unterstützen die Anschaffung mit Stromgutschriften.

Die Förderung beschränkt sich allerdings nicht allein auf die E-Auto-Anschaffung. Auch die Infrastruktur drum herum wird unterstützt. So fördern ebenfalls über 21 Prozent der EVU die Installation von Ladestationen. „Zudem werden auch Kunden, die sich elektrisch betriebene Fahrräder oder Roller zulegen wollen, zunehmend unterstützt“, so Neunert. Fast 30 Prozent der EVU fördern die Anschaffung von E-Bikes.

Einen Anstieg bei der Förderung gab es im Vergleich zum Vorjahr vor allem bei der Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte – egal ob mit Strom oder Gas betrieben. Hier liegt die Quote bei 28 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent). Die Westfalica GmbH in Bad Oeynhausen bezuschusst zum Beispiel die Anschaffung von effizienten Kühlschränken, Spülmaschinen, Wäschetrocknern und Waschmaschinen. Zudem steigen die Angebote im Dienstleistungsbereich. „Hier geht es um Beratungsleistungen oder auch Thermografie-Aufnahmen“, so Neunert. Zudem werden von zahlreichen EVU weiterhin die Nutzung regenerativer Energien (zum Beispiel Photovoltaik und Biomasse) und die Kraft-Wärme-Kopplung unterstützt.

Die jährliche Umfrage der EnergieAgentur.NRW unter mehr als 150 regionalen Energieversorgern ergab: Rechnet man die Antworten auf die Grundgesamtheit aller EVU in Nordrhein-Westfalen hoch, dann bieten fast 90 Prozent (genau: 86 Prozent) der Energieversorger Förderungen für Kunden in ihrem Versorgungsgebiet an. Neunert: „Die Quote ist damit nahezu unverändert. Wer wissen möchte, ob auch er in den Genuss einer Förderung kommen kann, sollte sich bei seinem Energieversorger erkundigen.“ Insgesamt haben diesmal wieder fast 90 Unternehmen an der Erhebung teilgenommen. Eine Übersicht über die nordrhein-westfälischen EVU mit ihren Förderprogrammen: www.energieagentur.nrw/foerderung/evu.

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