Bürgerenergie als tragende Säule der Energiewende

Der Bürgerenergie-Konvent ruft die kommende Bundesregierung auf, Bürgerenergie als tragende Säule der Energiewende entscheidend zu stärken. Auf dem jährlichen Zusammentreffen von Menschen, die sich für eine dezentrale Energiewende in Bürgerhand einsetzen, wurde am 7. Oktober in Bochum eine Resolution mit Forderungen an die neue Bundesregierung verabschiedet.

Die versammelten Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Konvents rufen die Politik auf, die fundamentale Bedeutung der Bürgerenergie als Form wirtschaftlicher Partizipation an der demokratischen Gesellschaft ernst zu nehmen. Die Resolution fordert von der Bundesregierung die Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen für die Bürgerenergie unter anderem durch die Einführung eines CO2-Preises, die Abschaffung der EEG-Umlage auf vor Ort genutzten Strom und die Ermöglichung des Handels zwischen Prosumenten.

„Um die Akzeptanz der Energiewende zu erhalten, brauchen wir dringende Reformen des Energiemarkts. Statt die Bürgerinnen und Bürger durch immer neue bürokratische Pflichten zu gängeln, benötigen sie neue Rechte und Möglichkeiten. Wenn Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften sich mit ihren Anlagen weitgehend selbst versorgen könnten, würde eine ganz neue Dynamik für die Energiewende entfacht“, sagt Martin Rühl, Vorstandsvorsitzender des Bündnis Bürgerenergie. „Dabei liegen die Vorteile der Bürgerenergie auf der Hand: Dezentrale Energieversorgung in Bürgerhand stärkt Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort, ist weniger anfällig gegenüber Katastrophen und Hackerangriffen und macht die Dekarbonisierung weitgehend unabhängig vom Übertragungsnetzausbau.“

Weitere Informationen: www.buendnis-buergerenergie.de

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