62 Studierende wohnen jetzt mit der Sonne im Herzen

Im Leverkusener Stadtteil Opladen wurde heute Ende Mai die 26. fertige Klimaschutzsiedlung des Landes Nordrhein-Westfalen eingeweiht. In direkter Nähe zu dem seit April 2017 entstehenden Campus Leverkusen der Technischen Hochschule (TH) Köln hat das Kölner Studierendenwerk ein Studierendenwohnheim als Klimaschutzsiedlung im Passivhaus-Standard errichtet. Die kompakte Bauweise und die Orientierung nach Süden unterstützen das energetische Gebäudekonzept. Wärme für Heizung und Warmwasser wird über das im Baugebiet vorhandene Nahwärmenetz bereitgestellt. Das Energiekonzept wird durch eine PV-Anlage von 20 kWp ergänzt. Das NRW-Klimaschutzministerium förderte das energetische Konzept als vorbildliche Multiplikatorsiedlung mit 60.000 Euro aus dem progres.nrw Programm. Das Wohnheim ist eine der „100 Klimaschutzsiedlungen NRW“, die die EnergieAgentur.NRW im Auftrag der Landesregierung koordiniert.

Zur Einweihung des Wohnheims begrüßte Dr. Andrea Hoppe, Referatsleiterin „Klimagerechte Gebäude & Quartiere, regenerative Wärme, Mobilität und Wasserstoff“ im Düsseldorfer Klimaschutzministerium die Gäste: „In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung bereits mit den 50 fertiggestellten Solarsiedlungen Pionierarbeit im Bereich des energieeffizienten und solaren Bauens geleistet. Gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW haben wir in 2009 dann die Projektfamilie 100 Klimaschutzsiedlungen entwickelt. Die Projekte zeigen anschaulich die Umsetzung der Energiewende im Siedlungsbau. Städtisches Wohnen und Zusammenleben mit effektivem Schutz der Ressourcen ist eine der größten sozialen, kulturellen und auch klimapolitischen Herausforderungen der Gegenwart. Besonders freut mich, dass dieses vorbildliche Projekt Studentinnen und Studenten zu Gute kommt.“

Der Geschäftsführer des Kölner Studierendenwerks Jörg J. Schmitz führte als Bauherr aus: „Das Wohnheim mit 62 Plätzen hier in Leverkusen haben wir bewusst als Pilotprojekt in Passivhausbauweise gestartet, um das Studierendenwerk auf die Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung vorzubereiten. Hier waren auch die Voraussetzungen für die Nutzung der Sonnenenergie besonders gut. Eine gute Südausrichtung, keine Verschattung, eine Strom- und Wasser-Versorgung durch das Blockheizkraftwerk der EVL Leverkusen und die ergänzende Photovoltaikanlage auf dem Dach – alles energetisch vorbildlich und sinnvoll aufeinander abgestimmt mit einer bestmöglichen Verkehrsanbindung. Und mit einer Warmendmiete bis maximal 360 Euro für rund 25 Quadratmeter auch bezahlbar.“

Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw/klimaschutzsiedlungen, www.kstw.de und www.leverkusen.de

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