Auf einer Industriebrache wird künftig Ökostrom produziert

Die WES Green GmbH baut auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs „Löhley“ in Üdersdorf in der Vulkaneifel einen zirka 2,6 Hektar großen Solarpark. Baubeginn war Ende März 2017. In die Produktion von umweltfreundlichem Sonnenstrom werden dort rund 650.000 Euro investiert. Für den Aufbau der Photovoltaikanlage auf dem in Privatbesitz befindlichen Gelände sind rund sechs Wochen vorgesehen, die Inbetriebnahme ist für Mitte Mai geplant.

Der Steinbruch, der über 200 Jahre zum Basaltabbau genutzt wurde, liegt seit den 1950er Jahren brach und diente seitdem als Lagerplatz für Bauschutt und ähnliches. Über viele Jahre wurde eine Teilfläche genutzt, um belastete Erde mittels Bakterien zu reinigen. Eine Rekultivierung und der Rückbau der „Industrie-Brache“ musste vorgenommen und die verfallenen Betriebsgebäude, Betonquader, Abfälle und Bauschutt entfernt werden. Birgit Zimmer von der Eigentümerfamilie findet es wichtig, dass auf dem Gelände zukünftig umweltfreundlicher Ökostrom produziert wird.

„Das Projekt wurde von uns von Anfang an sehr positiv gesehen und unterstützt. Es ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft, dass die Fläche rekultiviert und für erneuerbare Energien genutzt werden konnte“, erklärt Bürgermeister Günter Altmeier.

„Eine große Herausforderung bestand darin, das vor allem durch Bauschutt und Reste ehemaliger Bebauung belastete Gelände für die Installationen des Solarparks vorzubereiten. Durch die Auffüllung ergaben sich besondere Anforderungen an den Gestellbauer und die Tiefe der Fundamente“, berichtet Horst Schneider, Geschäftsführer der WES Green GmbH.

Die Photovoltaikanlage startet zunächst mit einer Leistung von 731,4 kWp, soll aber im nächsten Jahr noch um 450 kWp auf dann insgesamt 1,2 MWp erweitert werden. Damit ist dann die komplette Fläche des vorherigen Steinbruchs belegt. Im Solarpark der Verbandsgemeinde Daun wurden 2760 Module sowie zehn Wechselrichter verbaut. Der Standort wurde ausgewählt, weil auf dem außer Betrieb gesetzten Gelände die Realisierung einer Photovoltaikanlage als sogenannte bauliche Anlage laut EEG sowohl als möglich als auch förderbar galt.

„So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen verfolgen wir das Ziel, auf dieser in den letzten Jahrhunderten stark strapazierten Fläche sauberen Strom zu erzeugen. Zum anderen erholt sich der Boden hoffentlich innerhalb von 20 bis 30 Jahren, so dass er wieder in Wert gesetzt werden kann – mit all den positiven Auswirkungen für Flora und Fauna“, erklärt Horst Schneider.

Die WES Green GmbH übernimmt im Rahmen des Projekts die Erstellung des technischen Gesamtkonzepts, die Durchführung von Genehmigungsverfahren in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Vulkaneifel, der Verbandsgemeinde Daun und der Ortsgemeinde Üdersdorf. WES Green ist auch für die Klärung von Einspeisemöglichkeiten sowie den Bau der Photovoltaik-Freiflächenanlagen als Generalunternehmer und ebenso die Wartung und Instandhaltung verantwortlich.

Weitere Informationen: www.wesgreen.de

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