E.ON Berechnung: Wärmepumpen hätten Heizkosten um rund 2,2 Milliarden Euro senken können
Eine aktuelle Analyse von E.ON zeigt das erhebliche Einsparpotenzial von Wärmepumpen im deutschen Gebäudebestand. Demnach hätten Haushalte in Einfamilienhäusern während der Heizsaison 2025/26 insgesamt rund 2,2 Milliarden Euro an Energiekosten sparen können, wenn sie statt Öl- oder Gasheizungen auf Wärmepumpen umgestiegen wären. Grundlage der Berechnung sind rund 8,7 Millionen selbst genutzte Einfamilienhäuser in Deutschland mit fossilen Heizsystemen.
Die Auswertung basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes, des Umweltbundesamtes sowie des BDEW. Neben den wirtschaftlichen Effekten hebt die Analyse auch die klimatische Wirkung hervor: Durch den Einsatz von Wärmepumpen lassen sich erhebliche Mengen CO₂ vermeiden – insbesondere bei Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien.
Deutliches Einsparpotenzial im Gebäudesektor
Ausgehend von einem durchschnittlichen Wärmebedarf von rund 14.000 Kilowattstunden pro Einfamilienhaus während der Heizperiode ergibt sich ein großes Gesamtvolumen an Energiekosten im Bestand. Wärmepumpen können diesen Bedarf effizienter decken als fossile Heizsysteme und dabei den Verbrauch von Öl und Gas deutlich reduzieren.
2,28 Mrd. Euro=gescha¨tztes Einsparpotenzial durch Wa¨rmepumpen in der Heizsaison 2025/26
Klimavorteile durch Elektrifizierung
Neben den Kostenvorteilen weist die Analyse auch auf deutliche CO₂-Einsparungen hin. Je nach Strommix ergeben sich unterschiedliche Effekte:
14,1 Mio. t CO2=Einsparung bei aktuellem Strommix
27,3 Mio. t CO2=Einsparung bei Nutzung von O¨kostrom
Die Werte verdeutlichen, dass der ökologische Nutzen von Wärmepumpen stark vom eingesetzten Strom abhängt. Besonders groß ist der Effekt bei vollständig erneuerbarer Energieversorgung.
Zusätzliche Einsparungen durch intelligente Steuerung
Über die reine Systemumstellung hinaus können weitere Einsparungen durch flexible Steuerung erzielt werden. Wird der Betrieb der Wärmepumpe an günstige Stromzeiten angepasst, lassen sich laut Analyse zusätzliche Kosten reduzieren. Auch regulatorische Entlastungen bei Netzentgelten spielen eine Rolle und können den Betrieb weiter vergünstigen.
Einordnung der Berechnung
Die Berechnung berücksichtigt typische Verbrauchswerte, Wohnflächen und Energiepreise sowie die aktuelle Verteilung von Heizsystemen in Deutschland. E.ON betont dabei, dass die Elektrifizierung des Wärmesektors langfristig zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern beitragen kann.
