PIK: Parkett als Gestaltungselement: Wie kleine Räume größer wirken können
Viele Wohnungen und Häuser verfügen über schmale Flure, kleine Zimmer oder dunkle Bereiche, die oft funktional genutzt, gestalterisch aber vernachlässigt werden. Durch gezielte Material- und Designentscheidungen lassen sich diese Räume jedoch deutlich aufwerten. Besonders Bodenbeläge wie Parkett spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie maßgeblich die Raumwirkung beeinflussen. Neben der Optik sind auch bauphysikalische Eigenschaften und gesundheitliche Aspekte relevant. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Verlegeart, Holzart und Oberflächenbehandlung.

– Quelle: Daisha/AdobeStock/PIK
Für eine hochwertige und langlebige Lösung wird in der Regel die vollflächige Verklebung von Parkett empfohlen. Im Gegensatz zur schwimmenden Verlegung sorgt sie für eine stabile Verbindung mit dem Untergrund und reduziert Trittschall sowie Raumgeräusche deutlich. Gleichzeitig verbessert sie die Wärmeleitung bei Fußbodenheizungen und erhöht die Lebensdauer des Bodens, da er mehrfach abgeschliffen und renoviert werden kann. Moderne Klebstoffe sind zudem häufig emissionsarm und tragen zur Wohngesundheit bei, insbesondere wenn sie das Emicode-Siegel tragen. Auch für Öle, Wachse und Lacke gelten vergleichbare Anforderungen an geringe Emissionen.
Ein wichtiger gestalterischer Faktor ist die Ausrichtung der Parkettelemente im Verhältnis zum Lichteinfall. Werden die Holzstäbe parallel zum Fenster verlegt, entsteht eine stärkere Tiefenwirkung und ein ruhigeres Gesamtbild. Eine Verlegung quer zur Lichtquelle kann hingegen den Raum optisch verbreitern und die Struktur des Holzes stärker betonen. Auch das Verlegemuster beeinflusst die Raumwirkung: Ruhige Verbände wie der „Englische Verband“ wirken geordnet, während Fischgrätmuster Dynamik erzeugen und gleichzeitig klassische Eleganz vermitteln.
Die Wahl der Holzart und Farbgebung trägt ebenfalls wesentlich zur Raumwirkung bei. Helle Hölzer wie Ahorn, Buche oder Birke lassen kleine Räume größer und offener erscheinen. Auch Eiche wird häufig verwendet, insbesondere in weiß geölter Ausführung, da sie Helligkeit mit markanter Struktur verbindet. Einheitliche Bodenbeläge über mehrere Räume hinweg verstärken zusätzlich den Eindruck von Großzügigkeit, insbesondere wenn Übergänge ohne Profile gestaltet werden.
Neben der Struktur spielt die Oberflächenbehandlung eine gestalterische Rolle. Matte oder seidenmatte Finishes werden heute bevorzugt, da sie eine ruhige und natürliche Wirkung erzeugen. Glänzende Oberflächen treten zunehmend in den Hintergrund. Farbige Ölungen oder spezielle Grundierungen ermöglichen dagegen bewusst stärkere Akzente, wenn ein lebendiger Raumeindruck gewünscht ist.
Ergänzend können weitere Gestaltungselemente wie Spiegel, großformatige Wandbilder oder Fototapeten die räumliche Wirkung verstärken. Entscheidend bleibt jedoch eine ausgewogene Abstimmung aller Materialien, damit kleine Räume nicht überladen wirken, sondern strukturiert und harmonisch erscheinen.
Die Initiative pik ist ein Zusammenschluss führender Unternehmen und Verbände der Parkett- und bauchemischen Industrie sowie des Fachhandwerks und -journalismus. Pik-Mitglieder sind Bona (www.bona.com), der Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik (www.bv-parkett.de), GEV (www.emicode.com), Jaso (www.jaso.de), Mapei (www.mapei.de), Murexin (www.murexin.com), „ParkettMagazin“ (www.magazinparkett.de), Schönox (www.schoenox.de), Thomsit (www.thomsit.de) und Uzin Utz (www.uzin-utz.com).
