Verbraucher

Wespen auf Wohnungssuche: Was Hausbesitzer jetzt beachten sollten

Mit den ersten warmen Frühlingstagen beginnt nicht nur die Gartensaison – auch Wespen und Hornissen werden wieder aktiv. Sie suchen geeignete Orte für den Nestbau und nutzen dabei bevorzugt geschützte Hohlräume rund um Gebäude. Wer frühzeitig handelt, kann verhindern, dass sich Insekten dauerhaft am Haus ansiedeln. Die Versicherungsexpertin Janna Poll von ERGO Group weist darauf hin, dass besonders typische Schwachstellen am Gebäude im Blick behalten werden sollten. Eine rechtzeitige Kontrolle und Abdichtung potenzieller Nistplätze reduziert das Risiko einer späteren Umsiedlung erheblich.

Wespennest – Quelle: ERGO Group/Canva

Wespen wählen für ihre Nester vor allem ruhige, wettergeschützte Bereiche wie Rollladenkästen, Dachüberstände, Fassadenverkleidungen oder Gartenhäuser. Hornissen bevorzugen dagegen dunkle und störungsarme Orte wie Dachböden oder alte Baumhöhlen. Besonders kritisch sind die Frühjahrs- und Frühsommermonate, da in dieser Phase die Nester neu aufgebaut werden und noch klein sind.

Frühzeitige Erkennung ist entscheidend

Ein beginnendes Nest ist oft schwer zu erkennen. Erste Hinweise sind jedoch erhöhte Flugaktivität an bestimmten Stellen oder summende Geräusche aus Hohlräumen. Die Nester selbst bestehen aus einem papierartigen Material aus zerkautem Holz und sind anfangs nur wenige Zentimeter groß.

Fru¨he Nestgro¨ßeGolfballgro¨ßegeringe Kolonieentwicklung\text{Frühe Nestgröße} \approx \text{Golfballgröße} \rightarrow \text{geringe Kolonieentwicklung}Fru¨he Nestgro¨ße≈Golfballgro¨ße→geringe Kolonieentwicklung

Je früher ein Nest entdeckt wird, desto einfacher ist in der Regel eine fachgerechte Umsiedlung durch spezialisierte Stellen.

Vorbeugung durch bauliche Maßnahmen

Der wirksamste Schutz besteht darin, potenzielle Nistplätze unzugänglich zu machen. Dazu zählen das Abdichten von Ritzen und Spalten sowie das Sichern von Lüftungsöffnungen mit Insektenschutzgittern. Auch Rollladenkästen gelten als besonders häufige Eintrittspunkte und sollten regelmäßig überprüft werden.

Zusätzlich hilft es, Nahrungsquellen wie offene Lebensmittel, Tierfutter oder ungesicherte Müllbehälter zu vermeiden, da diese Insekten anziehen können.

Rechtlicher Schutz der Tiere

Wespen und Hornissen stehen unter Naturschutz. Eine eigenständige Entfernung oder Zerstörung der Nester ist grundsätzlich nicht erlaubt. Eingriffe sind nur mit behördlicher Genehmigung möglich und werden in der Regel durch Fachbetriebe durchgeführt.

Fazit

Frühzeitige Kontrolle, bauliche Prävention und korrektes Verhalten im Ernstfall sind entscheidend, um Konflikte mit Wespen und Hornissen zu vermeiden. Wer typische Schwachstellen am Haus kennt und regelmäßig überprüft, kann sich den größten Teil möglicher Probleme ersparen.

Weitere Informationen bietet ERGO Group unter ERGO Ratgeber.