Bau/SanierungEnergie

ABB – Der Renovierungsdruck steigt: Warum die Energiewende im Bestand entschieden wird

Die Energiewende im Gebäudesektor rückt zunehmend in den Bestand – und stellt neue Anforderungen an Technik, Planung und Umsetzung. Auf der Light + Building wurde deutlich, dass nicht allein neue Geräte im Fokus stehen, sondern vor allem die Frage, wie sich bestehende Gebäude effizient und wirtschaftlich modernisieren lassen. Der Schlüssel liegt dabei in einer tragfähigen elektrischen Infrastruktur, die sich flexibel erweitern lässt, ohne komplette Anlagen austauschen zu müssen. Hersteller wie ABB setzen hier auf kompakte, funktionsintegrierte Lösungen, die mehrere Aufgaben in einem Modul bündeln und so Platz in Verteilungen sparen. Damit wird die Modernisierung im Bestand nicht nur technisch möglich, sondern auch wirtschaftlich darstellbar.

Vernetztes Zuhause: Intelligente Systeme wie Busch-free@home® verbinden Energie, Komfort und Steuerung zu einem ganzheitlichen Gebäudekonzept. – Quelle: ABB

Parallel zur Erneuerung der elektrischen Basis gewinnt die intelligente Steuerungsebene im Raum an Bedeutung. Sensoren für Präsenz und Luftqualität, Raumregler sowie drahtlose Aktoren ermöglichen eine spürbare Verbesserung von Energieeffizienz und Komfort. Vernetzungsstandards wie KNX oder Systeme wie Busch-free@home sorgen für die Integration der einzelnen Komponenten in ganzheitliche Automationslösungen. Mit dem neuen Standard Matter entstehen zusätzliche Möglichkeiten, Geräte unterschiedlicher Hersteller nahtlos zu verbinden.

Eine zentrale Rolle spielen dabei drahtlose Systeme mit stabiler Mesh-Architektur. Sie ermöglichen Modernisierungen im laufenden Betrieb – ohne Eingriffe in Wände oder Leitungswege. Für Installateure bedeutet das kürzere Projektlaufzeiten und geringere Beeinträchtigungen für Bewohner. Gerade im Mietmarkt, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt, ist dies ein entscheidender Faktor. Hier müssen Lösungen modular, rückbaubar und im bewohnten Zustand realisierbar sein.

Gleichzeitig verändert sich das Berufsbild der Installateure grundlegend. Sie agieren zunehmend als Systemintegratoren, die komplette elektrische Infrastrukturen planen – von Schutzkonzepten über Energiemanagement bis hin zur Raumautomation. ABB unterstützt diesen Wandel mit digitalen Planungstools, Schulungen und Serviceangeboten, die Effizienz und Planungssicherheit erhöhen.

Das Fazit der Messe ist für ABB eindeutig: Die Zukunft der Gebäudetechnik beginnt im Verteiler und setzt sich im Raum fort. Nur wenn elektrische Basis und smarte Steuerung gemeinsam gedacht werden, lassen sich Modernisierungen effizient umsetzen und die Energiewende im Gebäudebestand beschleunigen.

Infobox: Renovierungslösungen aus der ABB-Gruppe

Moderne Renovierungen im Bestand erfordern ein abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Komponenten. Innerhalb der ABB-Gruppe übernehmen Striebel & John, ABB und Busch-Jaeger klar definierte Rollen:

  • Striebel & John stellt die mechanische Basis bereit: Verteilersysteme, die auch in Bestandsanlagen Struktur, Sicherheit und Erweiterungsfähigkeit gewährleisten.
  • ABB liefert das technische Innenleben: Schutzgeräte, Energiemessung, Kommunikationsmodule und Energiemanager für normgerechten Betrieb und intelligente Steuerung.
  • Busch-Jaeger verantwortet die smarte Ebene im Raum: drahtlose Steuerungen, Sensorik und Aktoren für Komfort und Energieeffizienz.

Das Zusammenspiel dieser Komponenten solldurchgängige Lösungen ermöglichen, die sowohl technische Anforderungen im Bestand erfüllen als auch den Komfort und die Energieeffizienz steigern.

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