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E-Handwerke 2025: Ausbildungszahlen leicht rückläufig – Frauenanteil steigt weiter

Nach Jahren kontinuierlichen Wachstums verzeichnen die E-Handwerke 2025 erstmals seit 2014 einen leichten Rückgang bei den Auszubildendenzahlen. Laut Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke sank die Gesamtzahl minimal um 0,2 Prozent auf 46.403. Trotz dieses Rückgangs handelt es sich um den zweithöchsten Wert der vergangenen zwei Jahrzehnte. Parallel dazu entwickelt sich ein anderer Trend deutlich positiv: Die Zahl der weiblichen Auszubildenden steigt spürbar an. Diese Entwicklung deutet auf eine zunehmende Attraktivität der Branche für neue Zielgruppen hin.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Ausbildungszahlen in den E-Handwerken 2025 anhand der Neuverträge und der Gesamtzahl der Auszubildenden. – Quelle: ZVEH

Bereits im Vorjahr hatte sich ein leichter Rückgang bei den Neuverträgen abgezeichnet, der sich 2025 fortsetzt. Die Gesamtzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sank von 15.803 auf 15.552 (–1,6 %). Auch bei der Gesamtzahl der Auszubildenden zeigt sich nun eine leichte Delle – allerdings auf weiterhin hohem Niveau.

Auffällig ist, dass sich die Entwicklung je nach Ausbildungsberuf unterschiedlich darstellt. Überdurchschnittliche Rückgänge verzeichnen insbesondere die Berufe „Informationselektroniker/-in“ (–1,9 %) sowie „Elektroniker/-in Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik“ (–2,0 %). Der mit Abstand größte Ausbildungsbereich, „Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“, bleibt hingegen nahezu stabil und verzeichnet lediglich einen minimalen Rückgang.

Ein differenziertes Bild zeigt sich auch bei den kleineren Berufsfeldern. Während der Beruf „Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik“ leicht um 0,1 Prozent zulegt, wächst insbesondere der vergleichsweise junge Ausbildungsberuf „Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration“ mit einem Plus von 4,0 Prozent. Auch wenn dieser Bereich noch einen kleinen Anteil stellt, deutet das Wachstum auf steigende Relevanz digitaler Gebäudetechnik hin.

Deutlich positiv fällt die Entwicklung beim Frauenanteil aus. Die Zahl der weiblichen Auszubildenden stieg um 4,6 Prozent auf 1.492 (2024: 1.426). Damit erhöht sich der Anteil von 3,1 auf 3,2 Prozent. Diese Entwicklung wird auch auf gezielte Nachwuchsmarketing-Maßnahmen zurückgeführt, die verstärkt auf weibliche Vorbilder setzen.

Neben den Ausbildungszahlen rückt ein weiterer Indikator in den Fokus: die bestandenen Gesellenprüfungen. Hier zeigt sich ebenfalls ein Rückgang. Die Gesamtzahl der Prüfungen sank um 1,9 Prozent auf 12.410, während die Zahl der erfolgreich bestandenen Abschlüsse sogar um 2,2 Prozent auf 9.596 zurückging. Diese Entwicklung ist besonders relevant, da sie unmittelbare Auswirkungen auf die künftig verfügbaren Fachkräfte hat.

Insgesamt spiegeln die aktuellen Zahlen eine Branche wider, die sich trotz wirtschaftlicher Herausforderungen stabil zeigt, zugleich aber vor strukturellen Aufgaben steht. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und steigender Anforderungen an Fachkräfte gewinnt die Nachwuchssicherung weiter an Bedeutung.

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