Strommarkt 2025: Extreme Preisschwankungen nehmen zu, Flexibilität wird wertvoll
Das Jahr 2025 brachte deutliche Verschiebungen auf dem Strommarkt mit sich. Mit 573 Stunden Negativpreisen wurde ein neuer Rekord aufgestellt, während in 162 Stunden die Day-Ahead-Preise über 200 Euro pro Megawattstunde lagen. Das durchschnittliche Preisniveau stieg auf 89,08 Euro pro Megawattstunde, rund zehn Euro mehr als 2024, und die Preisschwankungen nahmen deutlich zu. Niedrigpreisstunden unter 30 Euro stiegen leicht von 1.231 auf 1.284, während die Hochpreisstunden um über ein Viertel zunahmen. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig Flexibilität im Verbrauch wird, um von günstigen Phasen zu profitieren und gleichzeitig das Stromsystem effizient zu stabilisieren.

Verbraucher:innen können durch steuerbare Stromverbraucher wie Wärmepumpen, Wallboxen oder Speicher ihre Nutzung in die preiswerten Phasen verlagern und so Kosten sparen. Studien zeigen, dass bei E-Autos Ersparnisse von bis zu 80 % durch dynamische Tarife und optimierte Netznutzung möglich sind. Gleichzeitig trägt flexibles Verbrauchsverhalten dazu bei, die Integration der Erneuerbaren Energien in den Markt zu verbessern. Die zunehmenden Extremwerte sind damit nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für kluge Verbrauchsstrategien. Wer jetzt in Flexibilität investiert, profitiert sowohl finanziell als auch ökologisch.
Für 2026 und die kommenden Jahre stehen weitere Verbesserungen an: Der Netzausbau auf Übertragungsebene schreitet voran, der Smart-Meter-Rollout wird intensiviert und Speicher – sowohl groß als auch im Heimbereich – gewinnen an Bedeutung. Diese Maßnahmen ermöglichen eine bessere Nutzung der Preissignale aus der Ökostrom-Erzeugung. Hochpreisphasen lassen sich beispielsweise durch Kombination von Erneuerbaren-Anlagen mit Speichern gezielt nutzen. Dadurch kann das Energiesystem effizienter, stabiler und zukunftsfähiger gestaltet werden.
Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender der naturstrom AG, betont, dass ein modernes Stromsystem auf Basis erneuerbarer Energien flexibel und digital sein muss. Deutschland befindet sich hier noch in einem Aufholprozess, weshalb die Preisschwankungen derzeit besonders stark ausfallen. Gleichzeitig bieten diese Schwankungen die Chance, Verbrauch intelligent zu steuern und Kosten deutlich zu reduzieren. Für naturstrom steht die Nutzung solcher Flexibilitätsoptionen ebenso im Fokus wie der konsequente Ausbau erneuerbarer Energiequellen.
Die naturstrom AG, 1998 gegründet, versorgt mittlerweile über 300.000 Haushalte und Unternehmen mit nachhaltigem Strom, Wärme und Ökogas. Rund 350 Öko-Kraftwerke wurden durch das Unternehmen ans Netz gebracht. Mit sektorenübergreifenden, verbrauchsnahen Lösungen von Mieterstrom bis Quartiersversorgung treibt naturstrom die Energiewende aktiv voran. Mehr als 500 Beschäftigte arbeiten an 17 Standorten daran, das Stromsystem zukunftsfähig, flexibel und nachhaltig zu gestalten.
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