Kurze Leitungswege für die Energiewende

Autorin/Redakteur: Patricia Rieth/gg

Von den Emsländern erzählt man sich, dass sie über eine ausgeprägte Macher-Mentalität verfügen. Studien zeigen, dass die Menschen in dieser Gegend gerne die Ärmel hochkrempeln und die Dinge anpacken. So einer ist Hans Martin Lüns, Gastronom aus Freren im südlichen Emsland. Mit der Energieversorgung seines neu errichteten Mehrfamilienhauses hat er seinen Beitrag zur Energiewende erfolgreich „angepackt“. Er setzt dabei auf Wärmepumpen, Wohnungsstationen und dezentrale Lüftungssysteme von Bosch.

Beim Neubau in Freren kommt eine Kombination aus zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen Compress 7000i AW in Kaskade mit neun Wohnungsstationen Flow 7000 35 S FWM und jeweils einer dezentralen Wohnungslüftung Vent 2000 von Bosch zum Einsatz (Quelle: Jeschenko MedienAgentur Berlin GmbH, Bosch Thermotechnik GmbH)

Die Energiewende im Emsland: effizient, nachhaltig und einfach

Martin Lüns steht vor seinem frisch errichteten Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten im niedersächsischen Freren. Für den Unternehmer und Familienvater standen Effizienz, Nachhaltigkeit und Einfachheit im Forderungskatalog des Bauvorhabens. „Aus Unternehmersicht möchte ich natürlich von der staatlichen KfW-Förderung profitieren und als Familienvater durch eine nachhaltige Bauweise und Energieversorgung einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft der nächsten Generationen leisten. Für unsere Mieter und mich als Eigentümer wünsche ich mir eine einfache und transparente Abrechnung der Wärmeversorgung“, begründet Lüns seine Anforderungen an den Neubau. Für die Realisation des für die Gegend typischen Klinkerbaus setzt Lüns auf Heiztechnik von Bosch und die Fertigkeiten der Installateure der Haustechnik Knobbe GmbH & Co. KG aus Freren. Dabei kommt eine Kombination aus zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen Compress 7000i AW in Kaskade mit neun Wohnungsstation Flow 7000 35 S FWM und jeweils einer dezentralen Wohnungslüftung Vent 2000 von Bosch zum Einsatz.

Die neun Wohnungsstationen Flow 7000 35 S FWM sind jeweils im Vierleitersystem platzsparend in den Wohnungen integriert (Quelle: Jeschenko MedienAgentur Berlin GmbH, Bosch Thermotechnik GmbH)

Effiziente Heizungs- und Warmwasserbereitung im Vierleitersystem

Bosch Heizungs-Experte Hartmut Wilkemeyer hat gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Frenzel die Planung der nachhaltigen Energieversorgung in Freren übernommen. Dabei spielt die Kombination aus Wärmepumpe und Wohnungsstation ihre Effizienzvorteile aus: Die neuen Wohnungsstationen in Freren sind dezentral im Vierleitersystem in den jeweiligen Wohnungen angeschlossen. „Durch die dezentrale Installation in den Wohnungen brauche ich keine 65 bis 70 Grad Celsius Temperatur, wie ich sie bei einer zentralen Wärmeversorgung vorhalten müsste. Die beiden Luft-Wasser-Wärmepumpen Compress 7000i AW schaffen ohne elektrischen Zuheizer die erforderlichen Temperaturen für Warmwasser von zirka 55 Grad Celsius und die Fußbodenheizung von 25 bis 35 Grad Celsius. Nur in Ausnahmefällen greift für Spitzenlasten ein Gas-Brennwertgerät in die Versorgung ein“, erklärt Wilkemeyer.

Im Vierleitersystem der Wohnungsstation sorgt die Trennung von Heizung und Warmwasser für mehr Effizienz bei der Wärmeversorgung (Quelle: Jeschenko MedienAgentur Berlin GmbH, Bosch Thermotechnik GmbH)

Beim Vierleitersystem sind jeweils zwei Leitungen im Vor- und Rücklauf exklusiv mit einem eigenen Pufferspeicher für Warmwasserbereitung und Heizungswärme angeschlossen. Der Vorteil gegenüber dem Zweileitersystem vieler Wettbewerber ist der Verzicht auf eine aufwendige elektrische Versorgung des Durchlauferhitzers. Ebenfalls dezentral ist in jeder Wohnung das Lüftungssystem Vent 2000 integriert. Damit wird in jeder Wohnung die Belüftung automatisch bestmöglich eingestellt und einer möglichen Schimmelbildung vorgebeugt.

Blick auf die Inneneinheiten der in Kaskade geschalteten beiden Luft-Wasser-Wärmepumpen Compress 7000i AW (Quelle: Jeschenko MedienAgentur Berlin GmbH, Bosch Thermotechnik GmbH)

Stark in der Hygiene, transparent in der Abrechnung

In jeder der neun Wohnungsstationen ist ein Wärmemengenzähler und Kaltwasserzähler integriert. Damit kann der Verbrauch einfach und transparent für jede Mietpartei ermittelt werden. Gleichzeitig wird dank der kurzen Leitungswege des Systems eine besonders hohe Trinkwasserhygiene beim Warmwasser erreicht. Die Kosten für eine regelmäßige amtliche Legionellenprüfung entfallen dabei. Hubert Knobbe, Inhaber der Haustechnik, verbaut seit 28 Jahren Junkers Bosch Produkte und sieht den Bosch-Vorteil für Installateur und Bauherrn in der Hilfe bei der technischen Planung und Übernahme sämtlicher Förderanträge für den Neubau: „Mit dem vom Bosch gut durchdachten und sorgfältig ausgearbeiteten Hydraulikplan konnten wir die Installation einfach realisieren. Bosch hilft auch bei der Einreichung der Förderanträge für den Bauherren und reduziert den Papierkram bei uns“, freut sich Hubert Knobbe. Mit der Kombination aus Wärmepumpe, Wohnungsstationen und dezentraler Wohnraumlüftung hat sich das „Anpacken“ von Martin Lüns gelohnt. Denn das Versprechen in Effizienz, Nachhaltigkeit und Einfachheit hat das Heizungssystem von Bosch voll eingelöst.

Von links: Eigentümer Martin Lüns, Installateur Hubert Knobbe und Bosch Experte Christian Frenzel vor den beiden Luftwärmepumpen Compress 7000i AW (Quelle: Jeschenko MedienAgentur Berlin GmbH, Bosch Thermotechnik GmbH)

Weitere Informationen: Heizungs-, Raum- und Klimalösungen der Heizungsmarke Bosch (bosch-thermotechnology.com)