Am Ende der Heizperiode

Wenn der Winter zu Ende geht, der Frühling kommt und die Temperaturen steigen, ist es an der Zeit, die Heizleistung zu reduzieren oder die Heizung ganz abzustellen. Es existieren derzeit keine gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf die Heizperiode, es ergibt aber durchaus Sinn, diverse Richtwerte zu beachten. Dabei können Fragen beantwortet werden, wie “Ab wann soll man heizen?”, “Ist es manchmal auch erforderlich, im Sommer zu heizen?”, “Gibt es eine bestmögliche Raumtemperatur?”, “Hat der Klimawandel Auswirkungen auf die Heizperiode?” und “Wie kann man klimafreundlich und energiesparend heizen?”.

Beratung zur Heizungsoptimierung (© Intelligent heizen / Thilo Ross)

Ab wann sollte ich heizen?

Generell sollte ein verschwenderischer Umgang mit Heizenergie vermieden und sich genau überlegt werden, wann die Heizung angeschaltet wird. Wer in einem Eigenheim wohnt, kann das individuell handhaben. Als Mieter sind Sie verpflichtet zu heizen, wenn es draußen kalt wird, da sonst die Wohnräume auskühlen und somit eine erhöhte Gefahr für Schimmelbildung und andere Kälteschäden besteht. Als Grenzwert dient hier die durchschnittliche Außentemperatur von 16 Grad Celsius. Wird dieser Wert unterschritten, steigt die Gefahr von Kälteschäden und die Wohnräume sollten beheizt werden.

Gibt es eine gesetzliche Regelung zur Heizperiode?

In Deutschland gibt es keine konkrete gesetzliche Regelung zur Heizperiode. Sie können sich aber an dem folgenden Zeitraum orientieren, der sich auch in der Rechtsprechung etabliert hat: Demnach startet die Heizperiode am 1. Oktober und endet am 30. April. In diesem Zeitraum müssen Vermieter sicherstellen, dass die Heizungsanlage einwandfrei funktioniert. Abweichungen hiervon gibt es je nach Region und Witterung. Neben der Dauer des Heizens spielen auch einzuhaltende Mindesttemperaturen für Wohnräume eine Rolle: Sofern keine besonderen Vereinbarungen im Mietvertrag getroffen wurden, muss der Vermieter innerhalb der Heizperiode Raumtemperaturen von 20 bis 22 Grad Celsius gewährleisten. Lediglich zwischen 24 Uhr und sechs Uhr kann diese auf mindestens 16 Grad Celsius abgesenkt werden. Als Mieter sind Sie übrigens nicht zum Heizen verpflichtet, solange Sie dafür sorgen, dass keine Kälteschäden in der Wohnung entstehen.

Wann muss ich auch im Sommer heizen?

Das Heizen im Sommer gehört nicht zur üblichen Heizperiode. Hier gelten daher auch andere Richtwerte. So sind Vermieter verpflichtet die Heizung in Betrieb zu nehmen, wenn absehbar ist, dass die Außentemperaturen unter die 16 Grad Celsius sinken. Dann muss auch der Mieter wieder gewährleisten, dass die Raumtemperaturen keine Schäden durch Auskühlung verursachen.

Gibt es eine perfekte Raumtemperatur?

Die optimale Raumtemperatur kann je nach Wohlbefinden und Raum variieren. Der Richtwert liegt bei etwa 20 bis 23 Grad Celsius. Für den Wohnbereich werden 20 Grad Celsius, für Schlafräume zwischen 16 und 19 Grad Celsius empfohlen. Im Bad darf es mit 23 Grad Celsius auch etwas wärmer sein, in der Küche gelten 18 Grad Celsius als vollkommen ausreichend.

Welche Auswirkung hat der Klimawandel auf die Heizperiode?

Mit dem Klimawandel und den steigenden Temperaturen liegt die Annahme nahe, dass sich mit weniger kalten Wintern die Heizperiode verkürzt und damit auch weniger Energie aufgewendet werden muss. Doch diese Schlussfolgerung trügt. Denn im Gegenzug werden auch die Sommer immer heißer, was zu einer Steigerung der benötigten Energie zur Kühlung, wie beispielsweise für Klimaanlagen, führt.

Wie heize ich energiesparend und klimafreundlich?

Generell sollten Sie ihre Räume nicht zu stark aufheizen. Nachts kann die Temperatur um drei bis fünf Grad gesenkt werden. Das gilt auch für Räume, die Sie tagsüber nur wenig nutzen. Schon das Senken um nur ein Grad Celsius kann den Energiebedarf um sechs Prozent reduzieren. Darüber hinaus können Sie darauf achten, dass Ihre Heizkörper immer freistehen und nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden. Denn nur so kann sich die erwärmte Luft gut im Raum verteilen.  Mögliche Wärmeverluste durch Schlitze an den Fenstern können Sie durch geschlossene Rollläden oder Vorhänge verringern.  Und Sie sollten dafür sorgen, dass Ihre Heizkörper einwandfrei funktionieren und diese vor Beginn der Heizperiode entlüften. Zur Unterstützung der Regulation eignen sich intelligente Thermostate, die direkt am Heizkörper angebracht werden können.

Weitere Informationen: www.intelligent-heizen.info