Industriegeschichte trifft moderne Infrastruktur: TCN realisiert effiziente Umrüstung mit Brötje Brennwerttechnik

Mit dem Technologie Centrum Nordwest (TCN), angesiedelt auf dem ehemaligen Gelände des Büromaschinenherstellers AEG-Olympia, besitzt die Region Friesland und Wilhelmshaven einen bedeutenden Knotenpunkt im nordwestlichen Niedersachsen. Auf einer Fläche von 17 Hektar entwickelte sich seit 1992 ein großer Gewerbepark, der heute verschiedensten Technologie- und Dienstleistungsunternehmen sowie Existenzgründern einen optimalen Standort bietet. Mit zeitgemäßen Büroeinheiten in verschiedenen Größen, Hallenflächen für produzierende Firmen, Lagerkapazitäten nach Bedarf sowie unbebauten Freiflächen zur Errichtung moderner Gebäude schafften die Verantwortlichen ein Umfeld, in dem sich Geschäftsideen in idealer Weise entfalten lassen. Unterschiedliche Branchen wie IT-Dienstleistungen, Telekommunikation, Handel, Handwerk und öffentliche Einrichtungen sind hier ebenso zu finden wie Behörden und ein Marinestützpunkt. Sie alle profitieren von dem Standortvorteil an der A 29 und dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven mit seinem unmittelbaren Zugang zu den Wasserwegen. Darüber hinaus können sich die Nutzer auf eine zeitgemäße und energieeffiziente Wärmeversorgung verlassen, die aus dem Hause Brötje stammt.

Das Technologie Centrum Nordwest bietet 150.000 Quadratmeter Mietfläche in verkehrsgünstiger Lage an der A 29 (Bild: Deutsche Industrie REIT AG)

Infrastruktur muss stimmen

Über 150.000 Quadratmeter überdachte Büro-, Lager- und Produktionsfläche werden aktuell an 100 unterschiedliche Nutzer vermietet – eine Mammutaufgabe, der sich Objektverwalter Gerhard Heyen seit über 15 Jahren stellt. „Wir sind hier meistens in der Lage, die individuellen Anforderungen unserer Klienten zu erfüllen. Es gibt eine gut funktionierende Infrastruktur und wir haben auch jetzt noch Kapazitäten, die wir zeitnah zur Verfügung stellen können.“

Neben gut ausgebauten Kommunikationswegen zählt auch eine effiziente Wärmebereitstellung zu den zentralen Punkten dieses Angebots. Bis Ende der 1990er-Jahre wurde das Gelände über eine Heizzentrale und ein Nahwärmenetz versorgt. Danach erfolgte eine Umstellung auf dezentrale Wärmeerzeuger, die mit Erdgas betrieben wurden. Seit etwa zwei Jahren ersetzt man diese nun Schritt für Schritt durch zeitgemäße Gas-Brennwertgeräte von Brötje, die in den Heizräumen an beziehungsweise in den jeweiligen Gebäuden zu finden sind.

Zum Einsatz kamen vornehmlich Geräte der Baureihe SGB i mit Nennheizleistungen von 170 bis 610 kW, die teils im Solobetrieb laufen und teils als Kaskade fungieren. Die Vorteile dieser Bauform liegen auf der Hand: zum einen die hohe Ausfallsicherheit durch den redundanten Aufbau der in Reihe geschalteten Kessel, zum anderen der optimale Betrieb der frei modulierbaren Heizkessel, die bei der Arbeit nie bis an ihre Leistungsgrenzen gefordert sind. Das schätzt auch Marcel Heyen, technischer Assistent bei Objektverwalter Heyen und selber gelernter SHK-Anlagenmechaniker, an der Kaskadenlösung im TCN: „Große Leistungsreserven sind ein wichtiges Argument für die leistungsstarken Brötje-Geräte – wenn man bedenkt, dass die Mieteranforderungen und das individuelle Wärmebedürfnis bei über 100 Geschäftseinheiten in der Anlage sehr unterschiedlich sind.“

Drei SGB 610 i in Kaskade geschaltet. Sie versorgen das Gebäude 23 mit einer Nutzfläche von 17.000 m² mit Wärme. (Bild: August Brötje GmbH, Rastede)

Die SGB-Kessel in Wilhelmshaven punkten insbesondere mit ihrer sehr guten Energieausnutzung: Der Normnutzungsgrad wird bei allen Kesselgrößen (170 – 610 kW Heizleistung) stets mit mehr als 109 Prozent (ηN (Hi) bei 40/30 Grad) angegeben. Dies liegt unter anderem am Wärmetauscher aus Aluminium-Silicium, der eine bestmögliche Wärmeübertragung garantiert. Zusätzlich ist ein emissionsarmer, modulierender Gas-Vormischbrenner integriert. Er bewirkt, dass bei der Verbrennung nur geringe Mengen an NOX sowie CO entstehen. Die Emissionswerte liegen daher weit unterhalb der einzuhaltenden Grenzwerte.

Reibungslose Installation durch optimierte Systemtechnik

Die dezentralen Heizräume befinden sich in der Regel an oder in den 26 Gebäuden auf dem Gelände des Technologie Centrums. Die Abgase der Wärmeerzeuger werden von hier aus meist separiert in einem PPs-Abgassystem je Kaskade sicher über Dach geführt. Um das saure Kondensat aus dem Abgas der Gas-Brennwertgeräte zu neutralisieren, hat man Kondensat-Neutraboxen vom Typ NEOP verbaut.