Produkt des Monats: Canary-Kamera mit Nachtsicht-Funktion und Weitwinkel

Autor: Dr. Götz Güttich

Diesen Monat ist die Canary-View-Kamera als Produkt des Monats an der Reihe. Diese WLAN-fähige Kamera, die sich als Sicherheits-Produkt für Innenräume nutzen lässt, verfügt über eine leistungsfähige Personen- und Bewegungserkennung, die Bewegungen durch Personen von anderen Bewegungen unterscheiden kann. Damit lässt sich das Produkt beispielsweise einsetzen, um Wohnzimmer zu überwachen, in denen sich Haustiere aufhalten, ohne dass diese Tiere einen Alarm auslösen. Betritt eine unbefugte Person das Zimmer, so geht der Alarm aber los. Abgesehen davon verfügt die Kamera über ein 147-Grad-Weitwinkelobjektiv und eine HD-Auflösung von 1080 Punkten.

Bild: Canary Connect

Die Kamera funktioniert mit Alexa und dem Google Assistant, hat eine automatische Nachtsicht-Funktion und bietet zudem eine Notruf-Option. Laut Hersteller ist die Installation besonders einfach (darauf kommen wir später noch zurück) und das Weitwinkelobjektiv ermöglicht es, die Räume weitflächig im Blick zu behalten. Ein Zwei-Wege-Audio-Feature sorgt – falls dazu gebucht – dafür, dass man sich mit den angezeigten Personen unterhalten kann und sie auch hört. Auf die zuzubuchenden Dienste gehen wir gleich ebenfalls noch genauer ein.

Die bereits erwähnte Bewegungs- und Personenerkennung funktionierte im Test ausgezeichnet: Wir verwendeten die Kamera, um ein Zimmer mit einem Vogelkäfig zu überwachen, in dem ständig Bewegung herrschte und die Kamera erkannte die ein- und ausgehenden Personen ausnahmslos, löste aber nie Fehlalarme wegen der Vögel aus. Das Produkt eignet sich damit sehr gut zum Überwachen von Haustieren.

Gehen wir aber zunächst einmal auf das Angebot ein. Der Hersteller der Kamera, Canary Connect, verfolgt nicht das Ziel, mit dem Verkauf der Hardware Umsatz zu machen, stattdessen stehen die Dienste im Vordergrund. Es gibt zwar die Möglichkeit, die Kamera für 99 Euro zu kaufen, das wird aber kaum jemand machen. Das klassische Einstiegsangebot ist nämlich die Sparoption, bei der man den Premium Service für ein Jahr bucht (für 8,25 Euro im Monat oder für 99 Euro pro Jahr). Zu dem Service bekommt man dann die Kamera geschenkt. Das bedeutet, der Kauf der Kameras ergibt nur dann Sinn, wenn man bereits einen Service-Vertrag hat und weitere Komponenten einbinden will.

Die Premium Services

Der Basis-Plan, der mit den Kameras auch dann nutzbar ist, wenn nichts dazu gebucht wurde, umfasst die bewegungsaktivierte Aufnahme von Video-Clips und den Zugriff auf den Video-Verlauf der in der Cloud gespeicherten Videos für einen Tag. Außerdem funktionieren mit dem Basis-Plan unter anderem die Personenerkennung und die Masking-Funktion, über die sich bestimmte Bereiche von der Überwachung ausnehmen lassen. Die Garantie läuft bei diesem Plan für ein Jahr.

Bucht man den Premium Service dazu, so erhält man zusätzlich bei den bewegungsaktivierten Aufnahmen Videos in voller Länge, die bis zu 30 Tage in der Cloud vorgehalten werden. Außerdem gibt es unter anderem unbegrenzt viele Video-Downloads, die Zwei-Wege-Talk-Funktion, eine Option, die Videos auf den Desktop zu streamen und zwei Jahre Garantie.

Inbetriebnahme

Um die Kamera in Betrieb zu nehmen, genügt es, sie an der gewünschten Stelle zu platzieren und mit dem Stromnetz zu verbinden. Anschließend ist es erforderlich, die Canary-App aus dem App- oder dem Play-Store herunterzuladen und zu installieren.

Jetzt muss man, falls noch nicht vorhanden, ein Konto bei Canary anlegen und sich einloggen. Danach wählten wir in der App als Kamera-Typ „Canary View“ aus und berührten die Oberseite der Kamera, bis ein blaues Licht anfing zu blinken. Daraufhin verband sich die Kamera via Bluetooth mit unserem Smartphone und wir konnten die Zugangsdaten zu unserem 2,4 GHz-WLAN eingeben. 5 GHz WLANs unterstützt die Lösung nicht. Die Zugangsdaten wurden nun über Bluetooth an die Kamera übertragen, die sich daraufhin im WLAN anmeldete. Wir finden diese Art der Verbindungsaufnahme sehr gut, da sie es überflüssig macht, WLANs zu wechseln und so viele Probleme, die bei der ersten Einbindung eines Geräts ins Funknetz auftreten können, von vornherein verhindert.