Sechs Tipps gegen Einbruch

Gerade während der Urlaubszeit kommt es immer wieder zu Einbrüchen. Deswegen sind viele Menschen während ihrer Reise nicht entspannt, sondern machen sich Sorgen um ihr Zuhause. Folglich ergibt es Sinn, Schutzmaßnahmen aufzubauen, die Einbrüche erschweren. Dazu meint Stefan Holitschka von Elektro+: „Wohnungseinbrüche sind extrem ärgerlich, stellen darüber hinaus aber auch einen Schock für die Opfer dar. Der finanzielle Schaden hält sich zwar in den meisten Fällen in Grenzen und die Unordnung lässt sich normalerweise schnell beseitigen. Dennoch bleibt bei den Betroffenen ein unsicheres Gefühl im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zurück.“ Es gibt aber Vorsorgemaßnahmen, die dafür sorgen, dass es gar nicht erst dazu kommt. Hier ein paar einfache Tipps zum Erhöhen des Sicherheitsniveaus.

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1.  Einbruchschutz am besten vom Fachmann

Um die passende Lösung für die individuellen Gegebenheiten zu finden, sollten sich Interessierte an einen spezialisierten Elektrofachbetrieb oder eine polizeiliche Beratungsstelle wenden. Die Experten können vor Ort direkt Schwachstellen lokalisieren und ausführlich zu den verschiedenen Möglichkeiten beraten. Der Fachmann wirft dabei einen ganzheitlichen Blick auf die Wohnsituation und bezieht nicht nur das Gebäude, sondern das gesamte Grundstück inklusive Garten in das Sicherheitskonzept mit ein. Denn hier haben Täter oft leichtes Spiel, wenn Wertgegenstände wie Fahrräder, hochwertige Grills oder der Rasenmähroboter in unbeleuchteten oder von außen schwer einsehbaren Bereichen aufbewahrt werden.

2.  Mechanische Sicherheitstechnik

Die Basis für einen wirksamen Einbruchschutz bildet die mechanische Absicherung von Fenstern und Türen. Bei Neubauten sollte man von Anfang an auf Fenster und Türen setzen, die als „geprüft und zertifiziert einbruchhemmend“ gekennzeichnet sind. Die Widerstandsklasse, Resistance Class (RC), gibt darüber Auskunft. Empfehlenswert sind Türen und Fenster ab der Klasse RC2. Diese halten Einbruchsversuchen mindestens drei Minuten lang stand. Für bestehende Gebäude gibt es verschiedene Sicherheitslösungen zur Nachrüstung. Zum Beispiel spezielle Schließzylinder, Schutzbeschläge und Zusatzschlösser, die das Aufhebeln von Türen und Fenstern verhindern können. Neben der Eingangstür sollten auch die Fenster auf jeder Etage, Balkon- und Terrassentüren sowie Kellerfenster und Lichtschächte abgesichert werden.

3. Mechatronischer Einbruchschutz

Einen Schritt weiter als mechanische Lösungen geht mechatronischer Einbruchschutz, also die Kombination von mechanischem Schutz mit einer Alarmanlage. Setzt ein Täter an einem mechatronisch gesicherten Fenster oder einer Tür einen Hebelversuch an, stemmen sich ihm über eine Tonne Widerstand entgegen, gleichzeitig geht der Alarm der angeschlossenen Funkalarmanlage los, über den dann Nachbarn vor Ort oder nahegelegene Einsatzkräfte zur Hilfe gerufen werden können. In der Regel ergreift der Täter hier sofort die Flucht, bevor er Zugang zum Gebäudeinneren erhalten hat. Der Einbruch wird also meistens schon beim Versuch verhindert.

4.  Licht als Abschreckung

Einfach, aber wirkungsvoll ist der Einsatz von Licht: Bewegungsmelder im Außenbereich, die bei Erfassung einer Bewegung sofort helles Licht einschalten, besitzen eine deutlich abschreckende Wirkung. Neben dem Eingangsbereich und Zufahrtswegen sollten auch Neben- oder Hintereingänge und andere dunkle und schlecht einsehbare Ecken auf dem Grundstück mit einer automatisierten Beleuchtung abgesichert werden. Wichtig: Die Bewegungsmelder sollten manipulationssicher installiert werden, also so, dass sie von außen nicht zugänglich sind. Für die Montage beauftragen die Bewohner daher am besten einen Elektrofachmann.

5.  Mit Kameras alles im Blick behalten

Darüber hinaus kann eine Kameraüberwachung des kompletten Grundstücks sinnvoll sein. Zum einen lassen sich viele Einbrecher durch eine gut sichtbare Videoüberwachung abschrecken, zum anderen sehen die Bewohner jederzeit, was zu Hause los ist und können im Ernstfall schnell Hilfe alarmieren.

6.  Vernetzte Sicherheit im Smart Home

Die intelligente Vernetzung der verschiedenen elektrischen Anwendungen im Haus zu einem Smart Home bietet weitere Sicherheitsfunktionen: Sind die Bewohner nicht zu Hause, lässt sich ganz einfach Anwesenheit simulieren, indem sich die Beleuchtung per Zufallsprinzip ein- und ausschaltet und sich die Rollläden automatisch öffnen und schließen. Zudem können die Bewohner per App auch von unterwegs auf ihr Zuhause zugreifen und etwa überprüfen, ob ein Fenster offengelassen wurde oder die Alarmanlage scharf gestellt ist.

Weitere Informationen: https://das-sichere-haus.elektro-plus.com