Kommunaler Klimaschutz: Alle Förderprogramme und Wettbewerbe auf einen Blick

Im Klimaschutz aktive Kommunen können in ihren Liegenschaften viel Energie und Kosten sparen. Förderprogramme helfen dabei. (Foto: KEA)

Diverse Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene erleichtern Kommunen die Umsetzung von Klimaschutzprojekten. Die große Zahl an Angeboten macht es Städten, Gemeinden und Landkreisen jedoch nicht leicht, das passende zu finden. Mehr Orientierung in Form eines digitalen Wegweisers bietet jetzt das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Das Angebot zur Förderberatung ist seit März online und gibt Kommunen im Land einen guten Überblick über alle wichtigen Förderprogramme und Wettbewerbe. Das KEA-Expertenteam berät kommunale Mitarbeiter auf Wunsch auch bei der Suche nach passenden Programmen.

Die Förderprogramme auf einen Blick finden sich unter www.energiekompetenz-bw.de/foerderprogramme. Sonstige Kontaktmöglichkeiten: 0721 98 471-30 und klimaschutz [at] energiekompetenz-bw.de.

„Für kommunale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es im Alltagsgeschäft schwer, unter der Vielzahl von Förderangeboten dasjenige zu finden, das sich für ihr Vorhaben am besten eignet“, sagt Harald Bieber, Leiter des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz der KEA. „Unsere Übersicht ist dabei ein hilfreiches Werkzeug.“

Über den Online-Wegweiser können Kommunen herausfinden, bei welchen Förderprogrammen sie antragsberechtigt sind. Auch für welche Klimaschutz-Maßnahmen es Zuschüsse gibt oder bis wann sie den Antrag einreichen müssen, geht aus der Übersicht hervor. So fördert das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) ein breites Spektrum von Klimaschutzaktivitäten in Kommunen, vor allem über die Kommunalrichtlinie. Auch die KfW-Bankengruppe bietet eine Vielzahl an Programmen, unter anderem für energetische Sanierungen von städtischen Gebäuden oder integrierte Quartierskonzepte. Das Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt über das „Marktanreizprogramm“ Projekte zur Förderung von erneuerbaren Energien.

Auf Landesebene finden Kommunen ebenfalls zahlreiche Förderangebote. So unterstützt das Programm „Klimaschutz-Plus“ neben Kommunen auch Unternehmen, kirchliche Einrichtungen und Vereine in Baden-Württemberg bei investiven Klimaschutzvorhaben und flankierenden Aktivitäten. Für weitere kommunale Klimaschutzaktivitäten gibt es Geld vom Nachhaltigkeitsbüro der Landesanstalt für Umwelt (LUBW).

Im Klimaschutz aktive Kommunen können sich zudem an Wettbewerben beteiligen. Auch hier dient das Onlineangebot unter www.energiekompetenz-bw.de/wettbewerbe als Wegweiser zu den wichtigsten Wettbewerben – egal ob Preisgelder ausgelobt werden oder sie rein ideeller Natur sind. Bei Fragen rund um das Thema können sich Kommunen direkt an die Fachleute des Kompetenzzentrums wenden: Sie beraten kostenlos und helfen bei den nächsten Schritten.

Die sechs Kompetenzzentren „Kommunaler Klimaschutz“, „Energiemanagement“, „Contracting“, „Wärmenetze“, „Kraft-Wärme-Kopplung“ und „Zukunft Altbau“ der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH sollen den Klimaschutz und die Energieeffizienz bei Kommunen, Unternehmen sowie Privatleuten in Baden-Württemberg weiter voranbringen. Die Kompetenzzentren erstellen Informationsmaterialien und verbreiten sie, bieten kostenfreie Impulsberatungen an, organisieren Veranstaltungen und beobachten den Markt. Finanziert werden sie vom Umweltministerium Baden-Württemberg.

Weitere Informationen: www.energiekompetenz-bw.de