Ungewöhnliche Smart Home-Anwendungen

Innovative Smart Home-Anwendungen ergeben sich zunehmend in Bereichen, die auf den ersten Blick nicht zwingend in die Haussteuerung gehören, für bestimmte Nutzerkreise aber dennoch interessant sein können: Die Katzenklappe, die nur die eigene Katze ins Haus lässt, oder die Programmierung, die beim Nachhausekommen ein perfektes Ambiente im Wohnzimmer schafft. Was ist sinnvoll, was ist realisierbar? Und worauf kommt es tatsächlich an, wenn man von einer Investition in eine Hausautomationslösung langfristig profitieren möchte?

Bauherren oder Hausbesitzer, die auf Smart Home-Anwendungen setzen, möchten in der Regel vor allem den Wohnkomfort des Eigenheimes erhöhen. Dazu gehören Anwendungen wie automatische Beschattung je nach Temperatur und Sonnenstand oder ein hauseigenes Energiemanagement, das die Stromerzeugung aus Photovoltaik sinnvoll mit dem Stromverbrauch und eventuell vorhandenen Speicherkapazitäten abgleicht.

Doch Smart Home-Anlagen können noch viel mehr. Kreative Köpfe haben in die Smart Home-Steuerung integrierbare Anwendungen entwickelt, die über die Basis-Funktionen einer Gebäudeautomation hinausgehen. Zu den ungewöhnlichsten Anwendungen gehört beispielsweise eine „smarte“ Katzenklappe, die über ein Halsband mit Mikrochip sicherstellt, dass nur das eigene Tier in die Wohnung gelassen wird. Auch das richtige Feierabendfeeling lässt sich programmieren: Systeme können so ausgelegt werden, dass sie per Bewegungsmelder zum Beispiel die voreingestellte Kombination aus direkter und indirekter Beleuchtung sowie die Musikanlage einschalten – und nebenbei gleich noch die Rollläden herunterfahren, wenn die Bewohner von der Arbeit nach Hause kommen.

Technisch möglich ist eine Aktivierung von Sound und Licht auch mittels spezieller RFID-Elemente, die strategisch im Haus verteilt werden. Das Mobilfunkgerät und eine entsprechende App lesen diese RFID-Einheiten bei Annäherung aus und schalten passgenau nur in den Räumen Geräte ein, in denen sich tatsächlich Personen aufhalten. Eine weitere mögliche Anwendung ist die Überwachung der Luftqualität in Innenräumen: Eine recht einfache Lösung dafür, die sich bisher jedoch noch nicht durchgesetzt hat, ist die Sensorüberwachung der Luftqualität, die zu einer simplen Nachricht über die Smart Home-Zentrale führt: „Bitte gründlich lüften“.

„In den nächsten Jahren werden wir sicher noch einige Anwendungen sehen, die wir uns heute noch nicht vorstellen können – oder an die wir bisher noch nicht gedacht haben“, sagt Hausautomations-Experte Hartwig Weidacher von der myGEKKO | Ekon GmbH. So war auch das Amazon-Produkt Echo mit seiner cloudbasierten Sprachsteuerung Alexa noch vor wenigen Jahren Zukunftsmusik für die meisten heutigen Nutzer. Neben seiner Funktion als Entertainment Center steuert das Gerät auch eine Reihe von Lampen, Lichtschaltern und Thermostaten.

Eine Haussteuerung sollte als Gesamtheit funktionieren. Eine „Zentrale“ übernimmt das Management und koordiniert alle Anwendungen und Geräte im Gebäude. Dies geschieht idealerweise immer nach den Vorgaben der Bewohner und den Kriterien von Komfort, Wohlbefinden, Sicherheit und Effizienz. Hier sind Offenheit und Kompatibilität elementare Punkte. Vor allem, wenn proprietäre Systeme eingesetzt werden, bleibt die Auswahl der verwendbaren und verlinkbaren Anwendungen begrenzt. Damit wird auch die Zukunftsfähigkeit des Systems in Frage gestellt. „Besonders wer abseits der Standardlösungen über Jahre flexibel sein möchte, sollte auf Systeme setzen, die offene und etablierte Standards in der Verkabelung und Vernetzung unterstützen – wie KNX, EnOcean, SMI, Modbus oder REST“, empfiehlt Hartwig Weidacher.

Fazit: Völlig neue, innovative Smart Home-Anwendungen werden uns in den kommenden Jahren sicher noch überraschen. Doch nicht jede Idee, die auf dem Markt auftaucht, wird so auch zukunftsfähig sein. Zudem sollten Verbraucher abwägen, welche Funktionen ihnen besonders wichtig sind und welche wirklich einen Mehrwert bringen. Die Technik soll das Leben angenehmer, sicherer und interessanter gestalten. Wichtig ist hier, dass man von Anfang an auf flexible und offene Systeme und Konzepte setzt – wie zum Beispiel die Hausautomationslösung von myGEKKO.

Weitere Informationen unter www.my-gekko.com

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