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Wärmepumpenverband fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die Wärmewende

Die Wärmewende gilt als wichtiger Baustein für das Erreichen der deutschen Klimaziele und eine größere Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten. Vor diesem Hintergrund appelliert der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) an die Regierungskoalition, den positiven Trend am Heizungsmarkt nicht zu gefährden. Aus Sicht des Verbandes sollte das derzeit im parlamentarischen Verfahren befindliche Gebäudemodernisierungsgesetz stärker auf den Ausbau erneuerbarer Heiztechnologien ausgerichtet werden. Gleichzeitig fordert die Branche eine verlässliche Fortführung der bestehenden Förderprogramme. Ziel sei es, Investitionen in moderne Heizsysteme zu erleichtern und die heimische Wertschöpfung zu stärken.

Der BWP sieht insbesondere die geplante Ausrichtung des Gesetzes kritisch. Nach Ansicht des Verbandes könnten fehlende Klarheit und langfristige Orientierung Verbraucher verunsichern und notwendige Investitionen in neue Heizungen verzögern. BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel fordert deshalb ein eindeutiges Enddatum für die Nutzung fossiler Energieträger im Gebäudebereich. Da Heizungsanlagen häufig über mehrere Jahrzehnte betrieben werden, benötigten Eigentümer Planungssicherheit für ihre Investitionsentscheidungen.

Kritisch bewertet der Verband zudem die Regelungen zu Hybridheizungen. Nach Auffassung des BWP sollte gesetzlich festgelegt werden, welchen Beitrag Wärmepumpen innerhalb solcher Systeme leisten müssen. Dadurch könne sichergestellt werden, dass der Anteil erneuerbarer Energien tatsächlich den angestrebten Klimaschutzzielen entspricht.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forderungen betrifft die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die Regierungsfraktionen hatten sich darauf verständigt, die Heizungsförderung mindestens bis 2029 fortzuführen. Der Verband fordert jedoch, diese Zusage auch im Rahmen der kommenden Haushaltsberatungen konsequent einzuhalten. Aus Sicht der Branche spielt die Förderung eine entscheidende Rolle für die Investitionsbereitschaft von Hauseigentümern.

Vertreter der Heizungsindustrie verweisen darauf, dass sich viele Modernisierungsentscheidungen an der Wirtschaftlichkeit orientieren. Fördermittel könnten dazu beitragen, den Austausch älterer Heizungen vorzuziehen und den Einsatz moderner Wärmepumpentechnologie zu beschleunigen. Gleichzeitig werde dadurch die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Hersteller und Handwerksbetriebe gestärkt.

Nach Angaben des BWP lösen staatliche Fördermittel erhebliche private Investitionen aus. Zudem profitierten die öffentliche Hand und die Wirtschaft von zusätzlichen Steuererträgen sowie von Beschäftigungseffekten in Industrie und Handwerk. Der Verband verweist darauf, dass rund 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland direkt oder indirekt mit der Wärmepumpenbranche verbunden seien.

Darüber hinaus sieht der BWP Potenzial in einer Senkung der Stromkosten. Eine Entlastung beim Strompreis könne die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen weiter verbessern und den Förderbedarf langfristig reduzieren. Nach Ansicht des Verbandes würden stabile politische Rahmenbedingungen, verlässliche Förderprogramme und wettbewerbsfähige Energiepreise den weiteren Markthochlauf der Technologie unterstützen.

Link zum Bundesverband Wärmepumpe: Effizient heizen mit Wärmepumpe | BWP | waermepumpe.de