Powerball Systemspeicher – Wirtschaftlich ohne Förderung

Der KFW-Fördertopf für den Kauf von Stromspeichern in Deutschland ist leer, Anträge konnten noch bis zum 5. Oktober eingereicht werden, aber ohne Garantie auf Auszahlung. Die Nachfrage nach Stromspeichern steigt also offensichtlich und mit ihnen die Nachfrage nach staatlicher Förderung, denn Stromspeicher sind immer noch teuer und wirtschaftlich schwer darstellbar.

Die Schweizer Powerball-Systems AG hat bei der Entwicklung ihrer Stromspeicher vom Start weg ohne Fördermittel kalkuliert, weil es in der Schweiz keine Förderung für Stromspeicher gibt. In einer Beispielrechnung zur Nachrüstung einer fünf kW-Photovoltaikanlage zeigt sich, dass sich ein günstiger Speicher für Betreiber rechnet, auch ohne Förderung.

Bei der Nachrüstung einer fünf kWp PV-Anlage mit einem Powerball Speicher PBRO1-2000, mit acht kWh nutzbarer Leistung, erwirtschaftet der Betreiber aus der Eigenstromnutzung und Überschusseinspeisung eine Rendite von knapp 7,3 Prozent pro Jahr. Zu Grunde gelegt wurden dabei die folgenden Voraussetzungen:

  • Der Betreiber hat einen Strombedarf von 4500 kWh pro Jahr und zahlt 29 Cent pro Kilowattstunde. Die Strompreissteigerung wird mit fünf Prozent pro Jahr angenommen, der gewünschte Autarkiegrad liegt bei 70 Prozent.
  • Die Photovoltaik-Anlage des Betreibers hat eine Leistung von fünf kWp und einen spezifischen Ertrag von 950kWh/kWp. Inbetriebnahme der PV-Anlage war im Dezember 2015 und die Einspeisevergütung beträgt 12,70 Cent pro Kilowattstunde.
  • Installiert wird ein Speicher vom Typ Powerball PBRO1-2000-8 mit einer nutzbaren Kapazität von acht kWh und zwei kW Dauerausgangsleistung bei einem Verlust durch die Speicherung von 20 Prozent. Die angesetzten Betriebskosten- und Rücklagenpauschale von 165 Euro pro Jahr umfasst sowohl die Austausch-Akkus, als auch deren Installation durch einen zertifizierten Fachbetrieb. Damit lässt sich das Gesamtsystem aus Photovoltaik-Anlage und Stromspeicher gut 20 Jahre betreiben.

Mit diesen Eckdaten rechnet sich der Schweizer Systemspeicher auch ohne Förderung bereits nach neun Jahren. Dabei sind in die Berechnung der Speicherpreis, die Installation beim Betreiber durch den Fachpartner, sowie der Austausch der Akkus nach zehn Jahren eingeflossen. Mit einer Förderung reduziert sich die Amortisationszeit proportional. Wichtig ist es aber zu sehen, dass sich Systemspeicher wie der Powerball auch bei einer ehrlichen Kalkulation, unter Berücksichtigung aller Kosten und sogar inklusive eines einmaligen Akkutauschs, für Betreiber allein durch die gesteigerte Eigenstromnutzung finanziell lohnen.

Dazu kommt, dass speziell die Powerball Systemspeicher systemoffen sind, so dass in Zukunft auch andere Akkus als die zur Zeit eingesetzten Blei-Kalzium Modelle eingebaut werden können. Sollten in Zukunft also leistungsfähigere Akkus zur Verfügung stehen, die ebenfalls zu 100 Prozent recycelt werden können, hat der Betreiber die freie Wahl der Akkutechnik.

Weitere Informationen: http://powerball-systems.ch/de/startseite

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