Interview mit Thermondo zum Thema „Bessere Konditionen für Sanierungen und energetische Einzelmaßnahmen“

Wir haben ein Interview mit Philipp A. Pausder von Thermondo zum Thema „Bessere Konditionen für Sanierungen und energetische Einzelmaßnahmen“ geführt.

Thermondo_Philipp A. Pausder

DeinEnergieportal: „Anfang August 2015 wurden die Konditionen für das KfW-Programm ‚Energieeffizient Sanieren‘ verbessert. Der maximale Kreditbetrag für Sanierungen zu einem ‚KfW-Effizienzhaus‘ erhöhte sich von 75.000 Euro auf 100.000 Euro. Der Zinssatz beträgt jetzt 0,75 Prozent. Der maximale Tilgungszuschuss stieg von 22,5 Prozent auf 27,5 Prozent des Kreditbetrags. Außerdem ist es – je nach erreichtem energetischen Standard – nicht mehr erforderlich, den ganzen Kredit zurückzuzahlen. Damit werden Sanierungen auch für Gebäude interessant, bei denen sie sich vorher nicht unbedingt gelohnt haben. Wem würden Sie aufgrund der aktuellen Entwicklung empfehlen, jetzt konkret über eine Sanierung nachzudenken?“

Pausder: „Grundsätzlich sind Sanierungsmaßnahmen an der eigenen Immobilie immer eine gute Investition. Sie reduzieren den Energieverbrauch und helfen den Hausbesitzern dadurch nicht nur Kosten zu sparen. Durch gezielte Maßnahmen entlastet der Hausbesitzer auch die Umwelt. Beispiel: Mit einer modernen Heizung lassen sich im Vergleich zu einem 15 Jahre alten Heizgerät bis zu 30 Prozent Brennstoff einsparen. Geräte, die älter als 20 Jahre sind, haben längst ausgedient und sollten generell in keinem Heizungskeller mehr stehen. Außerdem besteht für Heizungen, die älter als 30 Jahre sind, laut EnEv 2014 eine Austauschpflicht.“

DeinEnergieportal: „Auch Konditionen für energetische Einzelmaßnahmen haben sich seit Anfang August verbessert. So gibt es jetzt Tilgungszuschüsse von 7,5 Prozent, sofern diese über einen KfW-Kredit finanziert werden. Investoren, die keinen KfW-Kredit nutzen, erhalten für Investitionszuschüsse verbesserte Konditionen. Der Staat übernimmt jetzt bis zu 30 Prozent der Investitionskosten energetischer Sanierungen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Maximalzuschuss pro Wohneinheit erhöhte sich gleichzeitig von 18.750 Euro auf 30.000 Euro. Auch hier wieder die Frage: Für wen werden energetische Einzelmaßnahmen jetzt besonders interessant?“

Pausder: „Ob der Hausbesitzer seine Immobilie dämmt, die Fenster isoliert oder die Heizung modernisiert – auch Einzelmaßnahmen bringen einen langfristigen Effekt. Wer es sich bislang nicht leisten konnte, sein Haus energetisch zu modernisieren, erhält nun mit den verbesserten Konditionen die Möglichkeit, bares Geld zu sparen und sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen.“

DeinEnergieportal: „Bringen die genannten verbesserten Konditionen nur für Wohnungseigentümer Vorteile, oder können auch Mieter davon profitieren?“

Pausder: „Führt der Vermieter energetische Sanierungsmaßnahmen durch, bringt es selbstverständlich auch dem Mieter Vorteile. Die Kosteneinsparungen werden auf den monatlichen Abrechnungen der Energieversorger deutlich.“

DeinEnergieportal: „Was ist sonst noch in Zusammenhang mit den besseren Konditionen von Bedeutung?“

Pausder: „Wir empfehlen Hausbesitzern, einen Experten zu Rate zu ziehen, wenn es um die Sanierung einer Immobilie geht. Energieberater helfen Hausbesitzern sowohl bei der Auswahl der richtigen Sanierungsmaßnahmen als auch bei der Erstellung eines Sanierungsfahrplans. Auch bei der Antragstellung der geeigneten Förderung hilft der Energieberater. Die Baubegleitung selbst wird durch die KfW bezuschusst. In Bezug auf die Heizungsmodernisierung stehen Hausbesitzern auch unsere Kundenberater mit Rat und Tat zur Seite. Im Übrigen schließt unser Service auch die Prüfung durch einen Energieberater ein. Denn: Das Umfeld der Förderung ist komplex. Wir wollen den Modernisierungsprozess für Hausbesitzer so einfach wie möglich machen und eine Orientierungshilfe bieten.“

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