Produkt des Monats: Zoom-Konferenzen mit dem ME Pro 27 von DTEN

Dr. Götz Güttich

DTEN bietet mit dem “ME Pro 27” ein Videokonferenzsystem an, das speziell für Meetings mit dem Dienst “Zoom” optimiert wurde. Die Lösung verfügt über einen Touch-Screen mit einer Größe von 27 Zoll, diverse Mikrofone, ein Kamera-Array und Zwei-Kanal-Stereolautsprecher. Im Betrieb ermöglicht das Produkt den Dokumentenaustausch, unterstützt Zoom-Rooms und bietet den Nutzern darüber hinaus auch noch ein interaktives Whiteboard. Der ME Pro 27 konnte in unserem Testlabor seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Bild: DTEN

Mit dem DTEN ME Pro 27 können die Anwender Zoom-Meetings ohne PC oder Tablet durchführen. Zum Betrieb ist lediglich ein Internet-Zugang erforderlich. Damit eignet sich das Gerät beispielsweise für den Einsatz in Besprechungsräumen, da dort üblicherweise keine PCs zum Einsatz kommen. Die Lösung kommt nach Angaben des Herstellers mit Räumen bis zu 25 Quadratmetern klar. Das Kamera-Array verfügt insgesamt über drei Kameras, die kombiniert einen Bildausschnitt von 160 Grad erfassen und damit auch Personen einbinden, die relativ weit am Rand sitzen. Für eine gute Aufnahme sorgt ein Array mit acht Mikrofonen, während die integrierten Zwei-Kanal-Stereolautsprecher einen guten Klang sicherstellen. Um die Soundqualität weiter zu verbessern, bietet das Produkt eine automatische Kontrolle von Umgebungsgeräuschen und eine akustische Echokompensation.

Der Touch-Screen lässt sich – wie bereits angesprochen – als interaktives Whiteboard nutzen. Dafür steht auch ein optional erhältlicher Stift zur Verfügung.

Was die Schnittstellen angeht, so bietet die Lösung neben einem RJ-45-Ethernet-Port auch WLAN-Unterstützung, einen HDMI-Eingang, sowie einen USB-3.0-Anschluss. Die Größe des Geräts liegt bei 616 mal 391 mal 104 Millimetern. 

Im Test nahmen wir den DTEN ME Pro 27 in Betrieb, nutzten ihn als Videokonferenzsystem und verwendeten ihn zusätzlich auch als zweiten Bildschirm für unseren PC. Dank der “Smart Connect”-Technologie von DTEN kann man das Gerät via USB an den PC anschließen und die darin verbauten Komponenten, also die Mikrofone, Lautsprecher und Kameras als PC-Peripherie benutzen.

Die Inbetriebnahme der Lösung gestaltet sich trotz der minimalen Dokumentation recht unproblematisch

Zum Lieferumfang des DTEN ME Pro 27 gehören neben dem eigentlichen Gerät und den Anschlusskabeln auch ein Adapter, mit dem sich der vorhandene USB-Anschluss zum Einsatz von drei USB- und einem HDMI-Device verwenden lässt sowie ein Netzteil und ein Product Guide. Letzterer stellt auch gleich den Hauptkritikpunkt an der Lösung dar, denn er verfügt über lediglich zehn Seiten, von denen fünf auch noch mit Dingen wie “Safety Notice” oder “FCC Statement” verschwendet werden. Der Product Guide bietet also nur die absolut minimalen Informationen, nämlich was die Lichter am Gerät aussagen, wo sich der Knopf zum Aufrufen des Konfigurations-Menüs befindet und welche Anschlüsse es gibt. Ansonsten sagt er nur, man solle das Gerät am Strom anschließen und den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen.

Ein Handbuch sucht man auch in Internet vergebens, immerhin stehen auf der Webseite All-in-One Desktop-Lösung-DTEN ME Pro noch ein paar Produktinformationen zur Verfügung und unter DTEN Products – DTEN Help Center finden sich diverse Hilfeseiten.

Das ist als Dokumentation für ein Produkt dieser Preisklasse (zum Testzeitpunkt kostete die Lösung online um die 700 Euro) unserer Meinung nach sehr dürftig. Es gibt im Internet immerhin noch ein paar Video-Tutorials zu bestimmten Randthemen. Es stimmt zwar, dass die Inbetriebnahme des Geräts relativ unproblematisch abläuft, trotzdem wäre eine bessere Dokumentation wünschenswert, vor allem wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe doch zumindest teilweise aus nicht technikaffinen Personen besteht.

Nun aber genug gemeckert: Nach dem Anschluss des Produkts an das Stromnetz fährt die Lösung hoch und möchte zunächst einmal wissen, wie sie sich mit dem Netz verbinden kann. Das geht entweder via WLAN (802.11a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz) oder über eine Fast-Ethernet-Verbindung mit einem Kabel. Das Produkt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Ethernet-Verbindung aus Stabilitätsgründen vorzuziehen sei, was bei Videokonferenzen definitiv ein guter Ratschlag ist.