Energiesparen – nächste Stellschraube

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigt. Dabei gilt es aber nicht nur die einmaligen Kosten für Bau oder Erwerb zu betrachten, sondern auch die Betriebskosten für Heizung und Warmwasserbereitung. Die wichtigste Stellschraube, um diese Kosten in Mehrfamilienhäusern zu senken, ist die Wärmeverteilung. Mit dem richtigen Verteilkonzept lässt sich eine durchschnittliche Wohnung für weniger als 400 Euro im Jahr beheizen und mit Brauchwarmwasser versorgen. Meint der Wärmepumpenhersteller alpha innotec.

Bild: alpha innotec

Das Prinzip ist einfach: Energieverluste so weit wie möglich vermeiden. Der entscheidende Hebel dabei ist die Wärmeverteilung. Schließlich wissen die Fachleute, dass die Wärmeverteilverluste beim Beheizen eines Gebäudes im Schnitt bei 25 bis 30 Prozent liegen, beim Brauchwarmwasser meist sogar deutlich höher.

Die Konsequenz ist klar: Wer die Energieeffizienz eines Mehrfamilienhauses erhöhen will, kommt um das Optimieren der Verteilung nicht herum. Oder anders: Wird die Wärme dort erzeugt, wo sie verbraucht wird, verringern sich die Verteilverluste automatisch.

Bild: alpha innotec

Statt also ein neues Mehrfamilienhaus in Meerbusch nahe Düsseldorf mit einer zentralen Wärmepumpe zu bestücken, hat der alpha innotec Partner Ulrich Konen unter der dortigen Tiefgarage 18 Erdbohrungen initiiert. Vor dem eigentlichen Baubeginn, versteht sich. Über die dort eingebrachten Erdsonden wird jeweils eine alpha innotec Wärmepumpe pro Wohnung mit Primärenergie versorgt.

Bild: alpha innotec

Wärme direkt vor Ort erzeugen

Auf diese Weise wird die in der jeweiligen Wohnung benötigte Wärmeenergie für Heizung und Brauchwarmwasser direkt vor Ort erzeugt – und nicht erst verlustträchtig durch ein langes Leitungsnetz geschickt. Ergebnis: Für eine Flächenheizung, wie sie in modernen Häusern und Wohnungen üblich sind, reicht eine Heizkurveneinstellung von 32 Grad, wenn die Wärme direkt vor Ort erzeugt wird. Eine zentrale Lösung hingegen würde in der Regel 40 Grad oder mehr erfordern. Der Energiebedarf und die Heizkosten liegen damit bei der dezentralen Lösung  um mindestens 20 Prozent niedriger.

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Erwünschter Nebeneffekt: Bei einer eventuellen Störung des Primärenergieflusses ist nur eine Wohnung betroffen. Außerdem ist die Heizungsanlage kein Gemeinschaftseigentum. Jede Wohnung hat ihre eigene Heizung, für deren Betrieb der jeweilige Wohnungseigentümer oder Mieter selbst verantwortlich ist. Er bezahlt den Strom, den seine Wärmepumpe braucht, einfach mit seiner Stromrechnung. Was die Sache im Übrigen auch beim Verkauf einer solchen Wohnung einfacher macht.

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Trinkwasserverordnung irrelevant

Hinzu kommt: Die strengen Auflagen der Trinkwasserverordnung, die bei der zentralen Bereitung von Brauchwarmwasser greifen, spielen hier keine Rolle. Denn ein dezentraler Warmwasserspeicher mit einem Volumen von 180 bis 200 Litern, wie er üblicherweise in einer kompakten Wärmepumpe integriert ist, gilt als Kleinanlage. Und solche Kleinanlagen fallen nicht unter die Bestimmungen der Trinkwasserverordnung.

Bild: alpha innotec

Ein weiterer Hebel, um die Energieeffizienz zu steigern, ist der Pufferspeicher. So lässt sich die Fußbodenheizung als Pufferspeicher nutzen. Auch das spart Energie.

Nach den Erfahrungen von Ulrich Konen lassen sich auf diese Weise Wohnungen zwischen 80 und 110 Quadratmetern im Durchschnitt für zehn Euro im Monat beheizen. Die monatlichen Kosten für die Warmwasserbereitung liegen bei rund 13 Euro. Das ergibt jährliche Gesamtkosten zwischen 300 und 400 Euro.