Produkt des Monats: Effektiv heizen mit SpeedComfort

Autor: Dr. Götz Güttich

Bei SpeedComfort handelt es sich um ein Heizkörper-Ventilator-System, das die von den Heizkörpern erwärmte Luft gleichmäßig im Raum verteilt. Das soll Heizkosten sparen, Temperaturschwankungen vermeiden und den Wohnkomfort erhöhen. Wir haben uns das Produkt genauer angesehen.

SpeedComfort-Ventilatoren mit Netzteil, Sensor, Verbindungskabel und Halterungen (Bild: SpeedComfort)

SpeedComfort besteht in der Praxis aus zwei Komponenten: Den Ventilatoren, die für eine Vielzahl unterschiedlicher Heizkörper zur Verfügung stehen und dem Paket mit den Netzadaptern und Sensoren. Im Betrieb werden die Ventilatoren mit Hilfe von Magneten oder Bügeln beziehungsweise Füßen an der Unterseite der Heizkörper angebracht. Danach schließen die Anwender das Netzteil und den Sensor an und stellen eine Verbindung zum Stromnetz her. Der Sensor wird zum Schluss – ebenfalls mit Magneten – in der Nähe der Warmwasserzufuhr des Heizkörpers angebracht. Danach ist das System betriebsbereit.

Sollten die Heizkörper größer sein, so sind die Anwender dazu in der Lage, bei Bedarf auch mehrere (bis zu 20) SpeedComfort-Ventilatoren in Serie zu schalten. In diesem Fall werden sie alle über einen Sensor gesteuert und über ein Netzteil mit Strom versorgt. Da die warme Luft über das SpeedComfort-System gleichmäßig im Raum verteilt wird, können die Anwender nach der Inbetriebnahme von SpeedComfort die Wassertemperatur ihrer zentralen Heizungsanlage absenken, ohne dadurch den Wohnkomfort zu verringern. Laut Hersteller lassen sich auf diese Weise bis zu 30 Prozent des Gasverbrauchs einsparen.

Dank der Magneten halten die Ventilatoren bei den meisten Heizkörpern von selbst (Bild: SpeedComfort)

Funktionsweise des SpeedComfort

Da die Ventilatoren die Wärme schneller im Raum verteilen, als die Heizkörper im Stand-Alone-Betrieb, verbleibt weniger Restwärme in den Heizkörpern. Darüber hinaus sorgen die Ventilatoren für eine ständige Luftzirkulation, so dass sich die Wärme nicht unter der Decke festsetzen kann.

Abgesehen davon besteht das Gehäuse des Systems aus biobasiertem Material, SpeedComfort kommt also ohne fossile Rohstoffe aus. Der Stromverbrauch des Systems ist sehr gering, nach Angaben des Herstellers verursacht ein SpeedComfort-Ventilator im Jahr weniger als 16 Cent an Stromkosten.

Im Betrieb schaltet der Thermostatschalter den Ventilator ein, wenn er am Heizkörper eine Temperatur von 33 Grad misst. Kühlt der Heizkörper auf 25 Grad ab, so wird der Ventilator wieder ausgeschaltet. Leider gibt es keine Möglichkeit, diese Temperaturvorgaben zu verändern.

So sieht das System im Betrieb aus (Bild: SpeedComfort)

Erfahrungen und Fazit

Nachdem wir den SpeedComfort bei uns in Betrieb genommen hatten, verhielt sich das System genau wie beschrieben. Die Laustärke der Ventilatoren ist sehr gering, so dass sie im Betrieb nicht stören. Wir können das Produkt folglich empfehlen.

In der Praxis ist es tatsächlich so, dass die Ventilatoren die Wärme schneller im Raum verteilen, als das ohne das SpeedComfort-System geschehen würde. Dies stellte sich bei uns besonders nach dem Stoßlüften als sehr praktisch heraus, da der Raum so sehr schnell wieder warm wird. Außerdem erzeugen die Ventilatoren, wenn sie laufen, ein angenehmes Raumklima, da sie für eine ständige Luftzirkulation sorgen. Es wäre allerdings zu wünschen, dass der Hersteller sein Produkt in Zukunft so anpasst, dass sich die Temperaturgrenzwerte, bei denen sich die Ventilatoren ein- beziehungsweise ausschalten, modifizieren lassen. Dann könnten die Benutzer das System besser an ihre spezifischen Anforderungen anpassen.

Anmerkung:

Der Hersteller hat uns das Produkt für diesen Test kostenlos und dauerhaft zur Verfügung gestellt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabhängig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.