Expertenkommentar der der iKratos Solar- Energietechnik GmbH zum Thema „Pflicht zum Einbau elektronischer Stromzähler“

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Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der besagt, dass auch Kleinverbraucher mit einem Verbrauch von weniger als 6000 Kilowattstunden mit Smart Metern versehen werden sollen. Konkret sieht es so aus, dass alle Haushalte bis 2032 elektronische Zähler einbauen müssen. Abgesehen davon ermöglichen so genannte intelligente Messsysteme eine bidirektionale Kommunikation mit dem Messstellenbetreiber. Damit wird es möglich sein, je nach Stromangebot Verbraucher hinzu- oder Erzeuger (wie etwa PV-Anlagen) abzuschalten. Außerdem realisieren diese Systeme auch variable Tarife. Messstellenbetreiber können jetzt frei entscheiden, ob sie die Kleinverbraucher – die ja, wie eben erwähnt, verpflichtet sind, elektronische Zähler einzubauen – zusätzlich noch an ein solches intelligentes Messsystem anschließen. Die Nutzer haben dabei kein Widerspruchsrecht. In diesem Zusammenhang gibt es Bedenken beim Datenschutz, da sich über die detaillierte Auswertung des Stromverbrauchs genau feststellen lässt, welche Geräte wann im Einsatz sind, was wiederum das Erstellen detaillierter Nutzerprofile möglich macht. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht dieses Problem nicht, es verweist darauf, dass die Verbraucherdaten nicht an Dritte weitergegeben würden. Außerdem sollen die Ableseintervalle so gestaltet werden, dass keine Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten möglich sind, beispielsweise einmal im Jahr statt alle 15 Minuten. Aber selbst wenn man den Datenschutz nicht als Problem sieht, ist es immer noch so, dass die Verbraucher mit dem Gesetzesentwurf gezwungen werden, Kosten für etwas zu tragen, von dem sie keinen Nutzen haben. Zu dieser Thematik äußert sich iKratos-Geschäftsführer Willi Harhammer.

„Zunächst emotional: Wir wehren uns zwar ständig gegen Überwachung, senden aber gleichzeitig Facebook-Nachrichten und sind im Telefonbuch, im Internet und als Amazon-Kunde voll erfasst“, erklärt Harhammer. „Warum man jetzt wieder bei den Stromzählern Probleme sieht weiß ich nicht. Zahlen Daten Fakten: wichtig für eine Stromversorgung mit erneuerbaren Energien ist, dass man viele kleine dezentrale Anlagen erfasst, um ein großes Gesamtes zu steuern. Bis jetzt war es so, dass alle Kraftwerke auf Anschlag liefen, ob man Strom brauchte oder nicht. Jetzt ist es erforderlich, den Energiebedarf auch an die Verhältnisse anzupassen und genau da setzt diese Smart Meter-Sache an. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, an der Energieversorgung seines Eigentums oder seiner Mietwohnung selbst Hand anzulegen und das Verbrauchsverhalten genauer zu analysieren. Ich bin dafür!“

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