Eine gute Lichtplanung sorgt für mehr Energieeffizienz

Die Beleuchtung stellt für die Bewohner einer Wohnung oder eines Hauses in mehrerlei Hinsicht einen wichtigen Faktor dar. So können Lampen ein wichtiger Bestandteil der Dekoration sein. Darüber hinaus spielt Licht auch eine wichtige Rolle, wenn es ums Wohlbefinden geht. Eine gut geplante Beleuchtung kann aber noch mehr, sie hilft beispielsweise beim Einsparen von Energie. Deswegen sollte man sich bei Renovierungsarbeiten oder Neubauten darüber Gedanken machen.

© ArGe Medien im ZVEH

„Individuelle Lichtlösungen mit durchdachtem Energiemanagement sind heute leicht umzusetzen. Oftmals wird hier gespart und später draufgezahlt“, empfiehlt Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). „Energieeffiziente Lichtplanung in den heimischen vier Wänden reduziert deutlich die Stromkosten und bietet auch mehr Komfort beispielsweise mittels Smart-Home-Anwendungen.“

Energieeffizienz: Moderne Lichttechnik spart und schützt

Laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research nutzten 2021 29 Prozent der Befragten smarte Beleuchtungsgeräte in ihrem Haushalt. Anwender schätzen die bequeme Steuerung der Lichtquellen per Smartphone-App oder Sprachassistenten. „Am einfachsten ist dieser Komfort durch die Einbindung der Leuchten in ein Smart-Home-System, beispielsweise über ein kabelgebundenes Bussystem oder alternativ über eine funkbasierte Hausautomation zu erreichen“, erklärt Habermehl vom ZVEH. Auch das stimmungsstarke und vor allem stromsparende Dimmen einer Lampe lässt sich sprachgesteuert bedienen. Allerdings ist es ratsam, beim Kauf bewusst darauf zu achten, dass die Lampe als dimmbar ausgewiesen ist. Moderne Lichttechnik hilft nicht nur beim Sparen in den eigenen vier Wänden, sondern kann auch schützen: Der Einsatz von Bewegungsmeldern in Außenanlagen, Eingangsbereichen, Treppenhäusern oder dunklen Fluren bewahrt die Bewohner vor Stolperfallen und schreckt unerwünschte Gäste ab. Moderne Lichttechnik kommt als Teil von smarten Hausüberwachungssystemen nämlich oft zum Einsatz und laut Bitkom-Umfrage setzen auch in puncto Sicherheit immer mehr Menschen auf die Nutzung von Smart-Home-Geräten: 21 beziehungsweise 23 Prozent gaben an, intelligente Alarmanlagen oder Videoüberwachungssysteme zu besitzen. Und wer zukünftig eine Renovierung oder einen Neubau plant, aber die Beleuchtungssysteme noch nicht komplett für smarte Technologien ausrüsten, sondern vorerst nur Schritt für Schritt auf smart umschalten möchte, sollte auch an Elektroinstallationsrohre denken, damit sich nachträgliche Änderungen oder Erweiterungen jederzeit flexibel installieren lassen.

Jeder kann Stromverbrauch und Kosten reduzieren

Laut dem Energieanbieter Entega fallen in einem deutschen Durchschnittshaushalt jährlich allein durch die Beleuchtung etwa 400 Kilowattstunden an, dies entspricht zirka zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs. „Neben der professionellen Begleitung durch einen Fachbetrieb bei der Optimierung der heimischen Lichtplanung können Bewohner auch selber vieles dafür tun“, erklärt Andreas Habermehl vom ZVEH. Nach wie vor findet sich in vielen Haushalten ein bunter Leuchtmittelmix aus Glühbirnen, Halogenlampen, Energiesparlampen und LEDs. Dabei ist klar, dass die LED-Lampe rund 70 bis 90 Prozent sparsamer als eine Glühbirne und selbst gegenüber Energiesparlampen noch effizienter und langlebiger ist und hervorragende Lichteigenschaften bietet, wie beispielsweise das von der Glühbirne gewohnte warmweiße Licht. Eine gut durchdachte Anordnungsplanung ortsfester Leuchten sowie ein Möblierungskonzept können dazu beitragen, mehr Tageslicht in die Räume hineinzulassen: Im Wohnbereich sollten vertikale Flächen beleuchtet werden, um die Tiefe des Raums auszuschöpfen, für flexible Lösungen an Wandflächen eignen sich Stromschienensysteme, mit denen die Leuchten zu jeder Zeit verschoben oder ausgetauscht werden können. Fensterbereiche und -bänke sollten nicht vollgestellt werden, und auch helle Wandfarben haben Einfluss auf die Stimmung eines Raumes.

Aktueller Hinweis für den Kauf von Lampen, LED-Modulen und Leuchten: Seit 1. September wurden neue EU-Energieeffizienzlabels für alle Lichtquellen eingeführt. Diese haben keine Plus-Klassen mehr (“A+”), sondern die Skala reicht nun von A bis G. Neu ist auch ein QR-Code auf dem Etikett, über den weitere Infos zum Produkt abrufbar sind.

Maßgeschneiderte Lichtplanung vom Fachhandwerk

„Individuelle Beratung bei der Planung erhalten Bauherren und Modernisierer bei den Betrieben der Elektroinnung, die auch die fachgerechte Installation vornehmen“, so Habermehl vom ZVEH. Die Betriebe kennen sich sowohl mit dem Einsatz modernster Techniken als auch mit neuartigen Ansätzen nach dem Vorbild des natürlichen Tageslichtverlaufs aus, wie dem Human Centric Lighting-Konzept (HCL). Hier werden bei der Lichtplanung neben technischen Aspekten verstärkt individuelle Faktoren und Tageslichtnutzung einbezogen, um möglichst ressourcensparende Lösungen zu finden, die beim Anwender für Wohlbefinden und Gesundheit sorgen.

Weitere Informationen: www.elektrobetrieb-finden.de