Klostertaler Umwelthütte feiert 25-jährigen Geburtstag

Die Klostertaler Umwelthütte, eine gute Stunde Fußweg über dem Silveretta Stausee, hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich: Der Bau wurde in den 1970er Jahren von der Sektion Wiesbaden begonnen, war allerdings so heftig umstritten, dass die Hütte über lange Jahre eine Bauruine blieb. 1994 eröffnete sie der Deutsche Alpenverein als Selbstversorgerhütte und vor allem als Umwelthütte. Der Einsatz verschiedenster umwelt- und ressourcenschonender Technologien soll zeigen, was im alpinen Raum möglich ist. Am 21. September war bei herrlichem Wetter Geburtstagsfeier.

DAV Verantwortliche für Hütten und Wege (von links): Ernst Pfeifer, Robert Kolbitsch, Peter Weber (Bilder: Grammer Solar)

Eine der Kerntechnologien ist ein zehn Quadratmeter großer Luftkollektor, der an der Südfassade montiert wurde. Mit beachtlichem Erfolg, so der Hüttenverantwortliche Ernst Pfeifer: „Seit Inbetriebnahme der Anlage 1999 gibt es faktisch keine Feuchteprobleme mehr in der Hüttenräumlichkeiten. Während es vor der Installation der Anlage erhebliche Feuchteprobleme in der Hütte beziehungsweise Schäden an der komplett neu gestalteten Inneneinrichtung gab.“

Robert Kolbitsch, der Ressortleiter Hütten und Wege des Deutschen Alpenvereins fasst seine Erfahrung in gewohnt knapper Manier zusammen: „Solar-Luft Technik: Ein einfaches und praktisches Mittel unsere Hütten in den langen Winterleerstandszeiten zu belüften und Schimmelbildung vorzubeugen“.

Grammer Solar hat mittlerweile über 60 Hütten des Deutschen, Österreichischen und Schweizer Alpenvereins mit seiner SolarLuft-Technik ausstatten dürfen.

Dieser Erfolg liegt auch darin begründet, so Ernst Pfeifer, dass „kaum Wartungs- und Betriebskosten anfallen. In den 20 Jahren war einmal ein Ventilatorwechsel notwendig und bei der sauberen Gebirgsluft war es ausreichend, alle sechs bis acht Jahre mal den Filter zu wechseln.“

Weitere Informationen: www.grammer-solar.de